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Der Norden 200.000 Euro Schaden: Falsche Polizisten erbeuteten fünf Kilo Gold – drei Verdächtige
Nachrichten Der Norden

Stuhr: Falsche Polizisten erbeuteten fünf Kilo Gold

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10:32 10.02.2021
Die Goldbarren hatte das Paar zuvor bei der Bank bestellt.
Die Goldbarren hatte das Paar zuvor bei der Bank bestellt. Quelle: Sven Hoppe/dpa
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Verden

Nach einem dreisten Betrug mit fünf Kilo Gold als Beute in Niedersachsen sind Ermittler auf drei Verdächtige gestoßen. Das teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Verden mit. Die Ermittlungen liefen weiter, weitere Einzelheiten könnten nicht mitgeteilt werden.

Bei dem drei Monate alten Fall hatten die Betrüger auf die Falsche-Polizisten-Masche gesetzt. Sie riefen im November vergangenen Jahres bei einem 85-jährigen Mann in Stuhr (Kreis Diepholz) an und banden ihm einen Bären auf: Seine Mithilfe sei bei der Überführung eines diebischen Bankangestellten gefragt.

Rentnerpaar deponierte das Gold vor der Haustür

Der damaligen Polizeimitteilung zufolge bestellte der Mann fünf Kilogramm Gold bei seiner Bank im Wert von mehr als 200.000 Euro. Als das Gold eingetroffen war, holte der Rentner es ab. Wie die falschen Polizisten ihn instruiert hatten, deponierte er das Gold in einer Tasche vor der Haustür. Zur Sicherheit sollten er und seine Frau sich im hinteren Teil des Hauses aufhalten – so die Anweisung. Als das alte Ehepaar später nachschaute, war der Schatz spurlos verschwunden.

Die Polizei warnt immer wieder vor Betrügern, die sich fälschlich als Polizisten ausgeben. Die richtige Polizei werde nie um die Übergabe von Geld oder Wertsachen bitten. Ungewöhnlich an dem Stuhrer Fall ist die hohe Schadensumme. Nach Behördenangaben werden in vielen Fällen auch die Banken aufmerksam, wenn ihre Kunden im Seniorenalter ungewöhnlich viel Geld abheben. Dies helfe bei den Ermittlungen.

Von RND/lni