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Der Norden Spinne beißt Aldi-Mitarbeiter – Supermarkt bleibt weiter geschlossen
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Supermarkt: Spinne beißt Mitarbeiter – Geschäft bleibt weiter geschlossen

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15:54 30.12.2021
Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und ein Spinnenexperte suchen in dem Obst- und Gemüseregalen eines Supermarktes nach einer Spinne.
Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und ein Spinnenexperte suchen in dem Obst- und Gemüseregalen eines Supermarktes nach einer Spinne. Quelle: Nord-West-Media/dpa
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Georgsmarienhütte

Von der Spinne, die einen Supermarkt-Mitarbeiter in Georgsmarienhütte (Landkreis Osnabrück) gebissen haben soll, fehlt weiter jede Spur. Das Unternehmen habe die Filiale noch nicht wieder geöffnet, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung des Ortes nahe Osnabrück am Donnerstag.

Die Firma gehe sehr couragiert und eigenverantwortlich mit dem Fall um, deshalb hätten die Behörden auch keine weiteren Maßnahmen anordnen müssen.

Aldi will Experten hinzuziehen

„Angesichts der potenziellen Gefahr durch eine möglicherweise giftige Spinne haben wir den Markt umgehend evakuiert und geschlossen“, teilte ein Sprecher von Aldi Nord am Donnerstag mit.

Die Suche nach dem Krabbeltier mit Hilfe von Polizei, Feuerwehr und einem Schädlingsbekämpfer wurde am Mittwochnachmittag erfolglos eingestellt. Nun versuche man, weitere Experten hinzuzuziehen, hieß es von Seiten des Discounters mit Sitz in Essen.

Kein Gift im Blut des Mitarbeiters

Der Mitarbeiter habe am Mittwoch Obst und Gemüse gepackt, einen Biss an seiner Hand gespürt und nach eigener Aussage eine Spinne fortkrabbeln sehen, sagte der Aldi-Sprecher. Weil er sich kurze Zeit später unwohl fühlte, sei der Notarzt gerufen worden.

Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo weder eine Bisswunde noch Giftspuren im Blut nachgewiesen werden konnten. Er blieb zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus. Zuletzt ging es ihm nach Angaben des Sprechers den Umständen entsprechend wieder gut.

Spinnenbisse nicht zwangsläufig gefährlich

Nach dem Biss wurde der Aldi-Markt sofort geräumt. Rund drei Stunden suchten Polizisten gemeinsam mit einem Spinnenexperten nach dem Krabbeltier. Gegen 17.45 Uhr wurde die Suche eingestellt. „Wir konnten der Spinne noch nicht Herr werden“, sagte die Polizeisprecherin.

Das Geschäft blieb am Mittwochabend noch geschlossen. In Bananenkisten werden immer wieder mal Spinnen entdeckt. In diesem Fall stammten die Bananen nach Polizeiangaben aus Kolumbien und der Dominikanischen Republik.

Um welche Spinnenart es sich handelte, sei unklar. Bisse von giftigen Spinnen sind Experten zufolge nicht zwangsläufig gefährlich für Menschen.

Von RND/dpa