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Der Norden Toter 19-Jähriger nach Polizeieinsatz in Delmenhorst – Viele Fragen offen
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Toter 19-Jähriger nach Polizeieinsatz in Delmenhorst – Viele Fragen offen

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19:53 14.04.2021
In Delmenhorst ist ein 19-Jähriger bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen (Symbol).
In Delmenhorst ist ein 19-Jähriger bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen (Symbol). Quelle: Imago
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Delmenhorst/Oldenburg

Der Tod eines 19-Jährigen nach einem Polizeieinsatz im niedersächsischen Delmenhorst wirft viele Fragen auf. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung, wie ein Sprecher der Anklagebehörde in Oldenburg am Mittwoch sagte. Wie viele Polizeibeamte und Rettungssanitäter beschuldigt werden, wollte er nicht sagen. Die Familie des 19-Jährigen hatte Strafanzeige gegen sämtliche an dem Einsatz beteiligte Polizisten und Rettungskräfte wegen aller in Betracht kommender Delikte erstattet.

Der Staatsanwaltschaft zufolge haben sich bislang keine belastbaren Hinweise darauf ergeben, dass der Tod des jungen Mannes fremdverursacht war. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

Die Polizei hatte den 19-Jährigen am 5. März in Delmenhorst wegen möglichen Drogenkonsums kontrolliert. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der die Beamten auch Pfefferspray einsetzten. Später in der Gewahrsamszelle brach der 19-Jährige zusammen. Er starb einen Tag später in Oldenburg im Krankenhaus.

Zeugen erheben schwere Vorwürfe gegen die Polizei

Während die Polizei von einem Unglücksfall ausgeht, erheben Angehörige und Freunde des Opfers schwere Vorwürfe gegen die Polizei. In einem NDR-Bericht kommen Zeugen zu Wort, die berichten, der 19-Jährige sei am Boden fixiert gewesen, ein Polizist habe auf ihm gekniet. Demnach soll der Mann vor Schmerzen geschrien und gesagt haben, er bekomme schlecht Luft.

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Unterschiedliche Angaben gibt es auch darüber, ob der 19-Jährige eine Behandlung durch den alarmierten Rettungsdienst abgelehnt hat, wie die Polizei mitteilte. Ein Freund des Opfers, der bei dem Einsatz dabei war, sagte dem NDR, der 19-Jährige habe behandelt werden wollen. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Von RND/dpa