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Der Norden Unfall nach Verfolgungsjagd: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
Nachrichten Der Norden Unfall nach Verfolgungsjagd: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
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17:09 21.08.2019
Nach dem Unfall auf der Autobahn in Braunschweig, bei dem ein Unbeteiligter ums Leben kam, ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung. Quelle: Henning Noske
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Braunschweig

Nach einer Verfolgungsfahrt mit einem tödlichen Unfall in Braunschweig sind die Hintergründe der Flucht noch unklar. „Gegen den 37-jährigen Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Der Mann war am Dienstagabend auf der Autobahn vor der Polizei davongerast und in Braunschweig in zwei Autos gekracht, die auf einem Abbiegestreifen warteten. Der 33 Jahre alte Fahrer eines der beiden Autos kam dabei ums Leben, er starb noch an der Unfallstelle.

Der Unfallverursacher und der 43 Jahre alte Fahrer des anderen wartenden Autos kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. „Beide schweben nicht in Lebensgefahr“, sagte ein Polizeisprecher. Wann der Verursacher vernommen werden kann, sei aber noch unklar. Polizisten fanden Drogen in seinem Wagen und veranlassten eine Blutprobe.

Halter war die Fahrerlaubnis entzogen

Der Mann sollte auf der Autobahn 2 kontrolliert werden, weil eine Überprüfung ergeben hatte, dass dem Halter zu dem Kennzeichen die Fahrerlaubnis entzogen worden war. Er missachtete die Haltezeichen der Polizei und floh auf die A39 Richtung Braunschweig. Dort verlor er nach ersten Erkenntnissen die Kontrolle über seinen Wagen und knallte in die Leitplanke. Dennoch fuhr er weiter. An einer Ausfahrt krachte er dann in die stehenden Fahrzeuge. Auslaufende Betriebsstoffe fingen Feuer und eines der Autos brannte komplett aus. Eine Beamtin erlitt bei dem Einsatz eine leichte Rauchgasvergiftung.

Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die der Fahrer auf seiner Flucht gefährdet hat. Möglicherweise sei es auch zu weiteren Berührungen mit anderen Autos gekommen, hieß es von der Polizei. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei bisher auf mehr als 65 000 Euro.

Ähnlicher Vorfall vor zwei Jahren

Vor zwei Jahren war in Braunschweig auf der Flucht vor der Polizei ein mutmaßliches Mitglied einer Bande von Autodieben ums Leben gekommen. Der Mann war in einem gestohlenen Wagen mit rund 200 Stundenkilometern in Richtung Innenstadt gerast, nachdem er vor einer Kontrolle auf der Autobahn A2 geflüchtet war. Wenn aber Unbeteiligte ums Leben kommen, habe das natürlich eine andere Tragweite, sagte eine Polizeisprecherin im Hinblick auf den aktuellen Fall.

Von RND/dpa

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