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Der Norden Virusverdacht: Heidekreis warnt Jäger und Schweinehalter
Nachrichten Der Norden Virusverdacht: Heidekreis warnt Jäger und Schweinehalter
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18:00 15.01.2019
Jäger im Heidekreis sollten ihre Hunde von Wildschweinen fernhalten. Quelle: dpa
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Heidekreis

Die Behörden rufen Schweinehalter und Jäger im Heidekreis zu besonderer Vorsicht auf. Hintergrund ist eine hochansteckende Viruserkrankung. Bei der Routinekontrolle hatte das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im Blut eines Wildschweins vergangene Woche Antikörper der sogenannten Aujeszkyschen Krankheit (AK) entdeckt. Es ist der erste Verdachtsfall in der Region seit mehr als 15 Jahren. Die tödliche Krankheit kann auch auf Hausschweine sowie Katzen und Hunde übergehen. Jägern wird dringend empfohlen, die Eingeweide erlegter Wildschweine nicht an Hunde zu verfüttern, da sie sich mit der Krankheit infizieren könnten. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.

Zuletzt war die Aujeszkysche Krankheit 2017 bei einem Wildschwein im Höhenzug Sieben Berge (Landkreis Hildesheim) nachgewiesen worden, ein Jahr zuvor war der Erreger in einer Probe aus Bockenem entdeckt worden. In den vergangenen 15 Jahren haben die Veterinäre das Virus weder bei Haus- noch bei Wildschweinen im Heidekreis nachgewiesen.

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Vor allem für Haustiere gefährlich

Die Viruskrankheit ist vor allem für Haustiere gefährlich. Bei Hunden und Katzen verläuft die Infektion mit dem AK-Virus immer tödlich. Daher raten die Behörden Jägern, rohes Wildschweinfleisch nicht an Hunde zu verfüttern und die Tiere von Kadavern fernzuhalten. Da Schweine der Hauptwirt der Krankheit sind, hält das Veterinäramt Schweinehalter außerdem an, Sicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten und den Kontakt von Hausschweinen mit Schwarzwild zu verhindern.

Von lin