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Der Norden Rinder der „Damenkapelle“ ziehen auf die Harzer Bergwiesen
Nachrichten Der Norden Rinder der „Damenkapelle“ ziehen auf die Harzer Bergwiesen
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15:23 09.06.2019
Das Harzer Rote Höhenvieh wird von Hirten in Wildemann durch den Fluss Innerste getrieben. Quelle: Peter Steffen/dpa
Wildemann

Der traditionelle Viehaustrieb zu Pfingsten hat am Sonntag Tausende Besucher in den Harz gelockt. Die Herde im Ferienort Wildemann im Landkreis Goslar wird wegen des Klangs ihrer unterschiedlichen Glocken auch „Damenkapelle“ genannt. Begleitet wurden die mit Blumen geschmückten Kühe von Hirten in historischen Trachten, Kiepenfrauen, Peitschenknallern und Blaskapellen. Der Viehauftrieb sei eine jahrhundertealte Tradition, sagte Josef Spahn, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Rotes Höhenvieh. Sie sei wiederbelebt worden, weil sich Halter vor ein paar Jahrzehnten der Rückzüchtung der Harzkuh verschrieben haben.

Ein entscheidender Unterschied zum Almauftrieb in den Alpen

„Es ist eine robuste, genügsame Kuh, außerdem ist sie sehr umgänglich und friedliebend“, beschreibt Züchter Spahn die rötlich-braunen Rinder. Der Viehaustrieb im Mittelgebirge unterscheidet sich in einem Punkt von Almauftrieben in den Alpen, wo die Tiere in der Regel den ganzen Sommer über in den Bergen bleiben. „Die Kühe kommen abends wieder geschlossen in den Stall. Den Weg gehen sie alleine: Wenn sie keine Lust mehr haben, kommen sie wieder“, sagte Spahn.

Von RND/lni

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