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Der Norden Voll im Trend: Mit dem Hund aufs Paddelbrett und Sprünge vom Wassertrampolin
Nachrichten Der Norden Voll im Trend: Mit dem Hund aufs Paddelbrett und Sprünge vom Wassertrampolin
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18:34 31.07.2019
Spaß für Mensch und Hund: Auf dem Steinhuder Meer in der Region Hannover ist der Trendsport Stand Up Paddling um eine tierische Variante bereichert worden. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Hannover

Auf Bewährtes setzten – oder einfach mal etwas ganz Neues ausprobieren: Wassersportfans haben dazu in Niedersachsen viel Gelegenheit. Ruhiges und Entspannendes ist dabei ebenso im Angebot wie actionreiche Aktivitäten für Menschen, die beim Sport den gewissen Kick lieben.

Eine Auswahl der neuesten Trends und der ewigen Klassiker des Wassersports:

Stand Up Paddling:

Eine auf den ersten Blick unspektakuläre Sportart erobert die Gewässer Niedersachsens: das Stehpaddeln, auch Stand Up Paddling (SUP) genannt. „Das ist die stärkste Wachstumssportart“, sagt der Geschäftsführer des Steinhuder Meer Tourismus, Willi Rehbock. Auf dem größten See Niedersachsens in der Region Hannover können Stehpaddler wahlweise solo oder auch gemeinsam auf dem XXL-Board umherfahren. Buchbar sind Angebote wie SUP-Yoga oder sogar Kurse für Herrchen, Frauchen und Hund. Am Dümmer im Landkreis Diepholz liefern sich Mannschaften auch gern mal Poloduelle im SUP. Der Lüneburger Anbieter Nature Guides setzt sich zudem für Barrierefreiheit ein: Das Unternehmen hat ein Board entwickelt, das mit möglichst allen Rollstuhltypen genutzt werden kann.

Stehpaddeln gilt als Ganzkörpertraining. „Ab dem Sprunggelenk ist man dabei, sich auszubalancieren“, erklärt die Steinhuder Trainerin Stefanie Pohler, die die Kurse für Mensch und Hund anbietet. „Ich rate jedem, erstmal einen Kurs zu besuchen, um effizient zu paddeln“, sagt sie. „Wenn man in den Armen Muskelkater hat, hat man was falsch gemacht.“

„Das Steinhuder Meer ist ein traditionelles Wassersportrevier“, sagt Rehbock. Daher gibt es dort natürlich auch klassische Angebote für Wassersportfans. Sie reichen vom Segeln und Surfen bis hin zum Kiten. Seit fünf Jahren sind auf dem See Kanus unterwegs. Konflikte zwischen den einzelnen Nutzergruppen oder Probleme mit mangelndem Respekt vor Naturschutzflächen gibt es laut Rehbock kaum.

Kanufahren:

Für Alexander Bleifuß von der Tourismusmarketing Niedersachsen (TMN) gehören Sportarten wie Kanufahren zu den zeitlosen Klassikern. Die Anbieter bemühten sich heute jedoch vielerorts um die Kombination mit anderen Angeboten, etwa dem Einlegen eines Grillstopps oder Umweltschutzaktionen. „Clean Up“, also „Räum auf“, heißt es etwa Ende August für Kanuten auf der Leine und dem Mittellandkanal. „2018 haben sie einiges aus der Leine herausgefischt“, berichtet Bleifuß.

In Ostfriesland hat sich das Angebot „Paddel und Pedal“ etabliert: Kanuten steigen beispielsweise am Großen Meer im Kreis Aurich ins Kanu und nehmen Kurs auf Emden, wo sie dann für den Rückweg das Fahrrad wählen. Die Tour ist jedoch nichts für Ungeübte, denn bis zu Otto Waalkes’ Heimatstadt ist man per Kanu vier bis fünf Stunden unterwegs. „Das wird sehr gut angenommen“, sagt Christian Albers von der Großes-Meer-Touristik. Ausflügler fahren zudem auf dem Niedermoorsee neben Tretboot gern auch auf den kippstabilen sogenannten Hydro-Bikes. „Man verteilt die Kraft ein bisschen anders als auf dem Tretboot“, erläutert Albers. Der größte Binnensee Ostfrieslands gilt allgemein als gutes Revier für Surfer und Segler.

Blobbing:

Tourismusmanager Bleifuß sieht generell zwei Tendenzen im Wassersport: Entschleunigung und Action. Neben etablierten Kicks beim Wakeboarden, Wasserski oder Kiten finden sich inzwischen auch neue Angebote wie das Blobbing im Wangerland (Kreis Friesland). Hier springen Mutige auf ein riesiges Luftkissen, das sie empor- und schließlich ins Wasser schleudert.

Wildwasserfahren:

Unterhalb der Okertalsperre im Harz liegt ein zwei Kilometer langes Abenteuerparadies für versierte Wildwasserfahrer. „Die Wildwasserstrecke ist ein Nebenprodukt des Talsperrenmanagements“, sagt Marie Kleine von den Harzwasserwerken. Denn wenn Wasser im Schwallbetrieb in ein Unterwasserbecken abgelassen wird, entwickelt sich eine starke Strömung. Interessant ist auch das Speicherbecken Geeste bei Lingen im Kreis Emsland. Es liefert Kühlwasser für ein Kernkraftwerk – und bietet Tauchern in der Beckenmitte ein ebenes, zehn Meter tiefes Tauchgebiet. Wer lieber auf dem Wasser aktiv ist, kann dort surfen, paddeln und segeln – oder einfach am Badestrand chillen.

Tauchen:

Wer lieber unter Wasser unterwegs ist, findet neben diversen Baggerseen besondere Tauchorte, etwa den Kreidesee in Hemmoor im Kreis Cuxhaven. Wo einst Kalk für das inzwischen zum Museum umfunktionierte, benachbarte Zementwerk abgebaut wurde, können jetzt Sportler zwischen Industrierelikten und Objekten wie Autos und Flugzeugen tauchen. Tieftaucher kommen dort mit entsprechender Genehmigung ebenfalls auf ihre Kosten. Volkmar Braun vom Tauchsport Landesverband Niedersachsen lobt den Kreidesee wegen seiner „sehr guten Sichtverhältnisse von 15 bis 20 Metern“.

Ein Terrain für erfahrene Taucher ist der Stausee der Okertalsperre im Harz (Kreis Goslar). Dort sehen Taucher die Ruinen der einst gefluteten Ortschaft Schulenberg. Anspruchsvoll sei das Revier auch wegen seiner Tiefe und Kälte, sagt Braun. Bei zehn Metern Tiefe liege die Temperatur konstant bei vier Grad Celsius.

Von Berit Böhme

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