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Der Norden Zu gefährlich: Polizei bricht Verfolgungsjagd auf A28 ab
Nachrichten Der Norden Zu gefährlich: Polizei bricht Verfolgungsjagd auf A28 ab
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12:44 20.12.2018
Die Polizei brach die Verfolgungsjagd nach zehn Kilometern ab.
Die Polizei brach die Verfolgungsjagd nach zehn Kilometern ab. Quelle: dpa
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Oldenburg

Ein Autofahrer hat sich bei Oldenburg mit der Polizei eine gefährliche Verfolgungsjagd geliefert – und fuhr dabei so riskante Manöver, dass die Beamten die wilde Hatz abbrechen mussten. Nach Angaben der Polizei war das Fahrzeug am Mittwoch gegen 21.30 Uhr einer Streifenwagenbesatzung in der Oldenburger Innenstadt aufgefallen, weil der Fahrer in Schlangenlinien fuhr. Doch statt auf die Halte-Zeichen der Polizei zu reagieren, gab er Vollgas und steuerte das mit fünf Personen besetzte Auto in Richtung A28.

Mit Tempo 190 über die A28

Auf der Autobahn fuhr der Unbekannte dann mit bis zu Tempo 190 in Richtung Süden und verursachte mit gefährlichen Manövern beinahe Unfälle. Nur eine Vollbremsung eines anderen Autofahrers verhinderte Schlimmeres. Da auf der Autobahn zu dem Zeitpunkt noch viel Verkehr war, entschieden die Polizisten, die Verfolgung nach gut zehn Kilometern abzubrechen.

„Er hat Kopf und Kragen riskiert“

„Der Flüchtende hat Kopf und Kragen riskiert und Unfälle in Kauf genommen“, sagte Polizeisprecher Stephan Klatte. „Wir mussten verhindern, dass es Verletzte gibt, und haben die Verfolgung deshalb abgebrochen.“ Ein Hubschrauber und weitere Streifenwagen seien zu diesem Zeitpunkt zwar schon alarmiert worden, aber noch zu weit entfernt gewesen, um einzugreifen.

Das verlassene Auto wurde wenig später in Hatten südlich von Oldenburg entdeckt – die Insassen hatten es mitten auf der Straße stehen lassen. Über das Nummernschild kam die Polizei dem Halter auf die Spur. Dieser gab an, dass das Auto gestohlen worden sei. Eine Version, an der die Beamten schnell Zweifel hatten. „Wir ermitteln derzeit im Familienumfeld des Halters“, sagte der Polizeisprecher. Nähere Angaben konnte er noch nicht machen.

Von RND/frs