Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Digital Abzocke: So kommen Sie aus der Abofalle raus
Nachrichten Digital Abzocke: So kommen Sie aus der Abofalle raus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 01.02.2019
Vorsicht bei unseriösen Angeboten: Anbieter versuchen häufig, Verbraucher in eine Abofalle zu locken. Quelle: Fotolia
Anzeige
Hannover

Ein Klick genügt und schon ist es passiert: Ungewollt ist ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen. Gerade bei Handynutzern ist die Gefahr groß, über Pop-Ups und Buttons in die Abofalle zu tapsen. Zum Monatsende kommt dann der Schock, wenn plötzlich unerwartet viel Geld vom Konto eingezogen wird. In so einem Fall ist es wichtig, seine Rechte zu kennen und richtig zu handeln. Wir sagen Ihnen, wie Sie es aus der Abofalle rausschaffen und wie Sie gar nicht erst darauf reinfallen.

Wie locken Anbieter Verbraucher in eine Abofalle?

Ein Wort fällt bei unseriösen Angeboten besonders häufig: kostenlos. Gratis Klingeltöne, kostenfreie Musik oder drei Filme umsonst – über solche Anzeigen versuchen viele Anbieter Verbrauchern insgeheim ein Abonnement anzudrehen. Auch bei Gewinnspielen mit hohen Preisen ist zur Vorsicht geraten. Bevor man diese Angebote nutzen kann, müssen zunächst in einem Formular die persönlichen Daten samt Name, Adresse, E-Mail und manchmal sogar die Kontonummer angegeben werden. Spätestens an dieser Stelle sollte man hellhörig werden.

Wie erkenne ich eine Abofalle?

Meist versuchen Anbieter über scheinbar kostenlose Angebote Nutzer zu locken, warnt der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Deshalb sollten Sie misstrauisch gegenüber derartigen Verträgen sein, bevor Sie ihnen zustimmen. Spätestens bei unbekannten oder unseriös wirkenden Anbietern sollten Ihre Alarmglocken klingen. Hier lohnt es sich – auch wenn es nur zu gerne übersprungen wird – die Geschäftsbedingungen durchzulesen, heißt es von Seiten der Verbraucherzentralen. Zudem sollten Sie sich im Internet über Erfahrungen anderer Menschen mit dem Provider zu informieren. Und denken Sie immer daran: Nur seriöse Anbieter legen anfallende Kosten transparent offen. Versteckt sich der Preis in den Vertragsbedingungen, ist das ein Zeichen für eine Abofalle. Im Zweifelsfall sollten Sie also lieber auf Ihr Bauchgefühl hören und Ihre persönlichen Daten nicht angeben.

So kommen Sie aus der Abofalle raus

Sind Sie doch in eine Abofalle getappt, gilt: Ruhe bewahren. Lassen Sie sich nicht von Mahnungen einschüchtern und zahlen Sie nicht das eingeforderte Geld. Denn der Anbieter müsse nachweisen können, dass Verbraucher wissentlich und willentlich einen Vertrag abgeschlossen haben, betont die Verbraucherzentrale Hamburg. Das ist bei Abofallen meist nicht der Fall. Stattdessen sollten Sie schnell handeln und Widerspruch per Einschreiben mit Rückschein gegen die Androhungen einlegen. Einen Musterbrief können Sie sich kostenlos bei dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) downloaden.

Problem: Häufig hat der Provider keine Anschrift in Deutschland. In diesem Fall sollten Sie am besten per E-Mail widerrufen und dabei die Lesebestätigung aktivieren. Weitere Mahnungen oder Drohbriefe können Sie danach ignorieren. Nur auf einen gerichtlichen Mahnbescheid (zu dem es nur sehr selten bei Abofallen kommt) müssen Sie reagieren – aber auch diesem können Sie innerhalb von 14 Tagen widersprechen.

Anspruch auf Drittanbietersperre

Bei Handy-Abofallen hat der Verbraucherzentrale Bundesverband aufgrund vieler Beschwerden darauf hingewiesen, dass Mobilfunkanbieter auf Verlangen des Kunden jederzeit eine Sperre einrichten müssen. Die sogenannte Drittanbietersperre lässt sich per E-Mail beauftragen, oft aber auch direkt im Online-Kundenbereich oder in den Kunden-Apps der Netzprovider aktivieren. Auch hierfür hat der vzbv einen Musterbrief zum Herunterladen bereitgestellt.

Von RND/bk/dpa

Facebook-Mitarbeiter können internen Apps wieder auf ihren iPhones nutzen. Apple hat Facebook die dazu nötigen Zertifikate zurückgegeben. Unterdessen ist herausgekommen, dass auch Google eine Marktforschungs-App nutzte.

01.02.2019

Facebook hat zahlreiche Konten und Seiten gelöscht, die in Verbindung zum Iran stehen sollen. Ihr Ziel: Diskussionen zu beeinflussen. Auch in Deutschland waren die „nicht authentischen Accounts“ tätig.

01.02.2019

Im Impressum von Google ist eine E-Mail-Adresse angegeben. Doch E-Mails, die dort eingehen, werden von niemandem gelesen. Stattdessen erhält man eine automatisch Antwort – das verstößt gegen das Gesetz.

31.01.2019