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Digital „Ich glaube, das Glas(s) ist halb leer“
Nachrichten Digital „Ich glaube, das Glas(s) ist halb leer“
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23:45 27.08.2013
Apples persönlicher Assistent Siri hält nicht viel von der Datenbrille Google Glass. Quelle: dpa
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Apples persönlicher Assistent Siri hält nicht viel von der Datenbrille Google Glass. Wenn Nutzer Siri auf dem iPhone oder iPad mit der für das Google-Gerät gedachten Anrede "OK, Glass" ansprechen, antwortet die Spracherkennungssoftware mit spöttischen Sätzen wie "Ich glaube, das Glas(s) ist halb leer". Oder es warnt davor, sich das Telefon auf die Stirn zu schnallen und entgegnet: "Zwinkern bringt bei mir nichts".

Es ist das erste Mal, dass Apple die scharfe Rivalität mit Google mit solchen Nadelstichen auslebt. Eine ähnlich verspielte wie bissige Antwort des Internet-Konzerns ließ nicht lange auf sich warten. Ein Sprecher erklärte dem "Wall Street Journal"-Blog "Digits" im Namen von Google Glass: "Siri, es liegt an mir, nicht an Dir." Glass habe die Google Sprachsuche kennengelernt und sei ihr verfallen. "Sie hört nicht nur zu, sie versteht mich."

Apple und Google probieren im neuen Markt der kleinen tragbaren elektronischen Geräte verschiedene Wege aus. Während Google auf die Datenbrille mit Kamera und kleinem Bildschirm vor dem Auge setzt, arbeitet Apple laut Medienberichten unter Hochdruck an einer Computer-Uhr. Siri, gestartet vor knapp zwei Jahren, soll dem Nutzer eine sprachliche Kommunikation mit seinem iPhone ermöglichen. Man kann etwa einen Termin anlegen, eine Weckzeit einstellen oder einen Anruf organisieren. Google verfolgt eine mindestens genauso ambitionierte Vision mit dem Dienst Google Now, der Nutzer zum Beispiel auch auf anstehende Termine hinweisen und vor Verkehrsproblemen auf ihrem Weg warnen soll.

Apple versuchte von Anfang an, Siri mit einer frechen Persönlichkeit und einem Sinn für Humor zu versehen. So hat die Software witzige Antworten bei Heiratsanträgen oder Fragen nach ihren Eltern parat und reagiert angemessen auf Filmzitate. Auch Spitzen gegen die Konkurrenz sind für Apple nichts Neues: So wurde in der TV-Werbekampagne "Get a Mac", die von 2006 bis 2009 lief, der Wettbewerber Microsoft ironisch aufs Korn genommen. Zuletzt trat Apple jedoch zurückhaltender auf, während sich der aktuelle Erzrivale Samsung sich in Werbespots immer wieder über iPhone-Nutzer lustig machte.

dpa/frs

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