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Nachrichten Digital Bei Hass im Netz: Initiative HateAid will Opfern helfen
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19:23 04.07.2019
Anna-Lena von Hodenberg (l), Geschäftsführerin von HateAid und Renate Künast, Bündnis 90/Die Grünen, unterhalten sich vor einer Pressekonferenz zur Gründung der Organisation HateAid. Quelle: Soeren Stache/dpa
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Berlin

Eine neue Initiative will Opfern von Hasskommentaren im Internet helfen, sich juristisch zu Wehr zu setzen – unter anderem mit Rechtsberatung und der Übernahme von Prozesskosten. Im Beisein prominenter Betroffener wie der Grünen-Politikerin Renate Künast und der Klima-Aktivistin Luisa Neubauer wurde das Projekt mit dem Namen HateAid am Donnerstag in Berlin vorgestellt. „Es muss klar sein: Das Netz ist kein rechtsfreier Raum“, sagte die Geschäftsführerin von HateAid, Anna-Lena von Hodenberg. Deshalb müsse man Betroffenen Instrumente an die Hand geben, um sich gegen die Täter zu wehren.

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HateAid arbeitet mit Anwälten zusammen, die zivilrechtlich gegen die Verfasser von Hasskommentaren vorgehen. Die Initiative soll sich langfristig durch die erstrittenen Schadensersatzansprüche sowie durch Spenden finanzieren.

Luisa Neubauer: Professionelle Hilfe gibt „beruhigendes Gefühl“

„Ich fand es hilfreich, mit Menschen zu sprechen, die das selbst auch mal erlebt haben“, sagte Neubauer, die als das Gesicht der Fridays-for-Future-Proteste im Netz beschimpft und beleidigt worden ist. Sie habe bereits Hilfe von HateAid in Anspruch genommen. „Die gucken sich alles an, was über dich geschrieben wird. Die protokollieren das alles und gucken dann, was die Grenzen der Meinungsfreiheit überschreitet“, so Neubauer. Es sei ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass sich jemand professionell darum kümmere, die Täter für ihren Hass zur Verantwortung zu ziehen.

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Auch Künast führt nach eigener Aussage mehrere Rechtsverfahren gegen die Autoren von Hasskommentaren über HateAid. Sie äußerte sich besorgt darüber, dass in den sozialen Medien eine „Zersetzung“ stattfinde – alle drei Staatsgewalten und die Medien würden von bestimmten Akteuren immerzu delegitimiert und herabgewürdigt. Das schüchtere Menschen ein und halte Interessierte davon ab, politische Ämter zu übernehmen, so Künast.

Von RND/dpa

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