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Digital Bill Gates: Das war der größte Fehler meiner Karriere
Nachrichten Digital Bill Gates: Das war der größte Fehler meiner Karriere
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17:31 25.06.2019
Microsoft-Milliardär Bill Gates Quelle: imago images / Agencia EFE
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Redmond

Microsoft-Gründer Bill Gates hat in einem Interview mit der Investoren-Firma Village Global selbstkritisch über den „größten Fehler aller Zeiten“ gesprochen. Er bedauerte, dass Microsoft es versäumte, neben Apple ein weiteres großes Smartphone-Betriebssystem aufzubauen. So habe man Android das Feld überlassen, zitiert der „Stern“ aus dem Gespräch.

In der Software-Welt könne nur einer gewinnen – und das müsste nach eigenem Selbstverständnis Microsoft sein. Der heute 63-Jährige selbst war in der Zeit noch der Verantwortliche für den Software-Bereich und hat damit erheblich zu der historischen Fehleinschätzung beigetragen. Hätte Microsoft anstelle von Android diesen Platz bekleidet, wäre der Konzern jetzt um 400 Milliarden Dollar reicher, sagte Gates.

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Neben Apple nur Platz für ein Betriebssystem

Zwar steckte Microsoft laut Gates viel Zeit in die Entwicklung in das Smartphone-System Windows Mobile, setzte dann aber zu spät auf Touch als primäre Eingabemethode. Als dann bei Windows Mobile endlich die Umrüstung erfolgte, hätten sich die App-Entwickler bereits iOS und Android zugewendet, die sich damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschafften, wie der „Stern“ weiter schreibt. Microsoft hatte das Nachsehen.

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Es gelte das „Winner takes it all“-Prinzip, so Gates. Selbst wenn man noch 90 Prozent so viele Apps wie die Konkurrenz habe, sei ein Scheitern quasi vorprogrammiert. Neben Apple sei nur Raum für ein Betriebssystem.

Zweitreichster Mensch der Welt

In Anbetracht dieser Fehleinschätzung sei der große Erfolg von Microsoft eine Überraschung. Die anderen Produkte des weltweit größten Softwareherstellers wie Microsoft Office wären zwar immer noch sehr stark. Allerdings sei die Chance, das im Smartphonemarkt führende Unternehmen zu werden, vertan worden.

Finanziell wird Gates den Fehler verschmerzen können. Auf der „Forbes“-Rangliste vom März wird er im Milliardärs-Ranking auf Platz zwei mit einem Vermögen von 96,5 Milliarden Dollar geführt.

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Von RND/dpa