Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Digital Bundeswehr empört sich über re:publica
Nachrichten Digital Bundeswehr empört sich über re:publica
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:14 09.07.2018
Aufbauarbeiten für die Vorbereitungen für die Re:publica 2018
Aufbauarbeiten für die Vorbereitungen für die Re:publica 2018 Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Die Bundeswehr hat sich öffentlich darüber empört, dass ihr ein Stand auf der Internetmesse re:publica verwehrt worden ist und Soldaten in Uniform bei der Veranstaltung unerwünscht sind.

„Nachdem die #Bundeswehr im vergangenen Jahr keinen Stand haben durfte, weil die Anmeldung angeblich zu spät erfolgt sei, konnten die Organisatoren diese Begründung in diesem Jahr nicht anführen“, erklärte die Bundeswehr am Mittwoch auf Facebook.

Stattdessen verweigere man den „#Soldaten aber den Zutritt in #Uniform“. „Zu bunt gehört auch grün!“, hieß es. „Die vorgebliche Toleranz der Konferenz hat also seine Grenzen - Uniformen sind unbequem.“

Mit einem Truck fuhr die Bundeswehr vor dem Veranstaltungsort der Internetmesse vor – und drückte ihren Protest gegen den Ausschluss aus. Quelle: dpa

Als Reaktion auf die Ablehnung war die Bundeswehr am Mittwoch mit einem Truck vor der Berliner Station – dem Veranstaltungsort der re:publica - vorgefahren, um für sich zu werben. Die zwölfte re:publica war am Morgen eröffnet worden.

„Wollen keine Uniformen auf dem Gelände“

Derweil bekräftigten die Organisatoren, dass ihrer Meinung nach ein Bundeswehr-Stand nicht passend für die Internetkonferenz sei. „Wir stehen immer noch dazu, dass wir keine Uniformen hier auf dem Gelände haben wollen. Und wir wollen auch keinen Stand, auf dem die Bundeswehr für sich und Rekrutierungsarbeit leistet“, sagte Mitgründer Markus Beckedahl der Deutschen Presse-Agentur. „Wir stehen für eine lebenswerte digitale Gesellschaft und nicht für eine Militarisierung des Internets.“

Kritik kam von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Wer für bunte und offene Diskurse eintritt und seine Konferenz unter das Motto #PowerOfPeople stellt, sollte dann auch konsequent sein“, twitterte sie. „Ausschluss der #Bundeswehr von der #rp18 ist schlechter Stil gegenüber unseren Soldatinnen und Soldaten.“

Von RND/dpa