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Digital Datenschützer in Großbritannien prüfen TikTok
Nachrichten Digital Datenschützer in Großbritannien prüfen TikTok
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13:20 05.07.2019
Video aufnehmen, Song auswählen, teilen: Vor allem junge Leute nutzen die App TikTok. Quelle: Robert Günther/dpa
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Berlin

Bei Kindern und Jugendlichen steht die Playback-Video-App TikTok hoch im Kurs, gleichzeitig ist sie im Visier von Datenschützern. In Großbritannien läuft eine Untersuchung gegen TikTok wegen des Umgangs der App mit den Daten junger Nutzer, und weil im Prinzip jeder Erwachsene innerhalb der App jedem Kind Nachrichten schreiben könne, berichtet „The Guardian“. TikTok teilte in einem Statement gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland mit: „Wir befolgen örtliche Gesetze und Vorschriften und arbeiten mit den Behörden zusammen, um ihnen relevante Informationen zur Verfügung zu stellen.“

Die Initiative „Schau hin!“ empfiehlt, das TikTok-Profil auf „privat“ zu stellen. Nur Personen, denen man erlaubt hat, einem zu folgen, können die Beiträge dann sehen. Ebenfalls sinnvoll ist, wenn nur befreundete Nutzer einem Nachrichten schicken dürfen. Das schützt etwa Kinder vor unerwünschten Kontaktaufnahmen durch Fremde. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs das Profil entsprechend einrichten und klare Nutzungsregeln vereinbaren, raten die Experten. Im „Sicherheitszentrum“ der App finden sich Erläuterungen, um ein Profil besser zu schützen.

Lesen Sie hier:
TikTok: Eine Hype-App und ihre Probleme

Keine wirkliche Altersprüfung

Zu bedenken ist auch: Mit In-App-Käufen können Nutzer auf TikTok anderen virtuelle Geschenke machen, dafür fließt aber bares Geld. Auch Spezialeffekte lassen sich kaufen, erläutert „Schau hin!“ und rät Eltern, dass Kinder Downloads und Käufe nur tätigen dürfen, wenn sie das vorher mit ihnen abgesprochen haben.

Die App ist ab 13 Jahren freigegeben, unter 18-Jährige brauchen laut den Geschäftsbedingungen eine Erlaubnis der Eltern. Doch „Schau hin!“ zufolge findet eine wirkliche Altersprüfung nicht statt.

Datenschutzbeauftragte prüfen TikTok

Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (online) prüft die Berliner Landesdatenschutzbeauftragte seit August 2018 die App – dabei geht es dem Bericht zufolge aber nicht um Jugendschutz, sondern um nicht gelöschte Daten. Die Prüfung laufe noch.

Bei Tik Tok geht es primär darum, kurze Videos zu synchron abgespielten Playback-Songs aufzunehmen, die dann von anderen Nutzern bewertet und kommentiert werden. Hinter der App, in der im Sommer 2018 die Anwendung musical.ly aufging, steht der chinesische Entwickler Bytedance.

Von RND/dpa

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