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Nachrichten Digital Die Bahn gibt's jetzt in Echtzeit
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10:37 27.08.2013
Von Alexander Dahl
Zugradar: Die Bahn führt eine Technik ein, die in der Luft- und Schifffahrt schon existiert. Quelle: DB
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Hannover

Lange erwischte es den Reisenden erst am Bahnsteig: Da stieg er dann die Treppe zu den Gleisen hoch und musste auf der Anzeigetafel sehen, dass der Zug Verspätung hatte. Mittlerweile liefert die Bahn solche Informationen online und dank Smartphone auch mobil. Doch auf der Höhe der technischen und gestalterischen Möglichkeiten war das bisher nicht. Jetzt führt die Bahn nicht nur mehrere Angebote zusammen, sie sorgt auch für Ablenkung während der Wartezeit: Deutschlandweit können Bahnkunden unter bahn.de/zugradar nicht nur die Pünktlichkeit ihres Zuges überprüfen, sondern auch feststellen, wo er gerade ist. Das neue „Zugradar“ funktioniert vorerst nur für Züge des Fernverkehrs und des Regionalverkehrs. Ab Herbst sollen auch die Fahrten der S-Bahnen online verfolgt werden können.

Die Bahn führt damit eine Technik ein, die in der Luft- und Schifffahrt schon existiert. Weltweit lassen sich Schiffe am Computer positionsgenau verfolgen. Und Flugzeuge können sogar via Smartphone in Echtzeit geortet werden. Die Bahn indes hat mit dem Begriff Radar ein wenig gemogelt: Die Position des Zuges wird nicht über das Satellitensignal GPS festgestellt, so wie beim Navigationssystem im Auto, sondern die Bahncomputer errechnen den Standort nur über „Zuglaufmeldungen“, also Einfahrts- oder Ausfahrtsmeldungen an Bahnhöfen und Halten sowie Durchfahrtsmeldungen auf freier Strecke. Muss ein Zug auf freier Strecke halten, langsamer oder gar einen Umweg fahren, so kann dies nicht sofort ermittelt werden, sondern erst dann, wenn er die nächste Meldung über seinen Standort absetzt und der Computer die neue Position berechnet. „Die angezeigte Position ist in solchen Fällen gegebenenfalls ungenau“, räumt die Bahn ein. Bislang ist das System für normale Computer optimiert. Apps für das iPhone und Windows Phone sollen im Oktober kommen, eine Android-Version ist für den Dezember geplant.

Auch auf anderem Gebiet reagiert die Bahn auf Kundenkritik. Sie hat „Zuglabore“ auf die Schienen gesetzt, um auf Wünsche der Kunden besser eingehen zu können. Freiwillige können in den Waggons ungehemmt Kritik über zu enge Sitzreihen oder fehlende Gepäckablagen äußern. Im Meckerzug sind sie mit drahtlosen Mikrofonen ausgestattet, damit die Marketingfachleute die Kritik auch mithören können. Bisher wurden Doppelstockwagen in Magdeburg, Regionalzüge in Aschaffenburg und das „Reiseerlebnis“, also Sauberkeit oder Qualität der Durchsagen, in Frankfurt getestet. Wichtigste Forderung der Kunden: Kopfteile der Sitze mit Seitenpolstern. Für die Bahn ist Kundenzufriedenheit durchaus wichtig: 2014 werden 40 Prozent der Leistungen im Regionalverkehr von den Ländern neu vergeben. Und bisher muss die Bahn hinnehmen, dass 50 Prozent der alten Verträge an die Konkurrenz gehen.

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