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Digital El Presidente ist zurück – so spielt sich „Tropico 6“
Nachrichten Digital El Presidente ist zurück – so spielt sich „Tropico 6“
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16:00 07.04.2019
Wenn das Leben eine Insel ist, dann wird dieses Spiel zum Paradies: El Presidente meldet sich wieder zum Dienst und bläst zum Angriff auf „Anno 1800“. Quelle: Hersteller
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Leipzig

Aus den Boxen dudeln karibische Klänge, auf den Plantagen sprießt das Zuckerrohr, und an den Stränden sonnen sich Touristen neben der Freiheitsstatue: In der „Tropico“-Serie führen Spieler bereits seit 2001 einen Inselstaat zu Ruhm und Ehre.

Als der bisher letzte Teil vor fünf Jahren erschien, war der Mann, der zu der Diktatorensimulation inspiriert hatte, noch am Leben. Nun darf „El Presidente“ erstmals ein ganzes Archipel regieren. Wenn das Kubas Ex-Staatschef Fidel Castro noch erlebt hätte!

Kurz bevor mit „Anno 1800“ der mutmaßliche Aufbaustrategie-Hit des Jahres erscheint, bläst „Tropico 6“ zum Frontalangriff. Mit Limbic Entertainment hat ein neues Entwicklerstudio aus Hessen das Kommando übernommen, das der Serie frischen Wind eingehaucht hat.

Im neuen „Tropico 6“ regieren Feierabend-Diktatoren erstmals ein ganzes Archipel. Quelle: Hersteller

Zerklüftete Vulkanlandschaften und Seychellenähnliche Inselgruppen warten darauf, dass die (Plan-)Wirtschaft brummt und die ersten Touristen ihren Strandschirm aufspannen.

In 15 Missionen ebenso wie im freien Spielmodus müssen Feierabenddiktatoren in vier Zeitepochen Fabriken und Wohnhäuser hochziehen, Wahlreden schwingen und mit Kneipen, Kirchen und Kliniken die notwendige Infrastruktur schaffen, um die Bedürfnisse der revoltelustigen Insulaner zu erfüllen.

Feierabenddiktatoren müssen Fabriken und Wohnhäuser hochziehen, Wahlreden schwingen und mit Kneipen, Kirchen und Kliniken die Bedürfnisse der revoltelustigen Insulaner erfüllen. Quelle: Hersteller

Eine weitere Neuerung: Durch Spionage lassen sich Weltwunder bei anderen Nationen stehlen. So schwebt der Eiffelturm oder das Brandenburger Tor per Hubschrauber ein und versetzt Urlauber in eine Art Karibik-Disneyland.

Brücken, Tunnel und Seilbahnen lassen auf den Inseln schnell ein weit verzweigtes Verkehrsnetz entstehen. Den Bewohnern bei der Arbeit, beim Torkeln von der Kneipe in ihre Mietskaserne oder dem Demonstrieren vor dem Präsidentenpalast zuzuschauen, ist – zumindest optisch – eine Freude.

Bestechungen, Liquidierungen und manipulierte Stimmzettel gehören in „Tropico 6“ zum Standardrepertoire. Quelle: Hersteller

Viele der verfügbaren Gesetzeserlasse – sie reichen von Prohibition bis zu geldbringenden Atomwaffentests – und Verbesserungen für die gut 150 Gebäudetypen müssen zunächst erforscht werden.

Das lässt sich auch abkürzen: Über ein Schwarzgeldkonto schaffen korrupte Präsidenten das nötige Kleingeld beiseite, mit dem auch kritische Oppositionsfraktionen ruhiggestellt und andere Nationen besänftigt werden.

Die Bevölkerung bei Laune zu halten, um Wahlen zu gewinnen, ist nicht einfach, aber auch nicht zwingend nötig. Bestechungen, Liquidierungen und manipulierte Stimmzettel gehören in „Tropico 6“ zum Standardrepertoire – immer mit dem serientypischen satirischen Augenzwinkern.

„Tropico 6“ kostet rund 50 Euro. Es ist für den PC und ab August auch für PS4 und Xbox One erhältlich. Quelle: Hersteller

Wertung und Infos

Wertung: 4,5 von 5 Punkten

Genre: Aufbaustrategie

Erscheinungsdatum: 29. März 2019

Plattformen: PC (ab August auch für PS4 und Xbox One)

Preis: ca. 50 Euro

Jugendfreigabe: ab 12 Jahren

Entwickler: Limbic Entertainment

Publisher: Kalypso Media

Website:
https://www.worldoftropico.com

Das sollten Eltern über „Tropico 6“ wissen

Als Diktator herrschen Spieler in „Tropico 6“ über ein Inselparadies samt Diplomatie, Wirtschaft, Verfassung und Finanzen. Das erlaubt viele Einblicke in den Aufbau eines Staatsapparats und taugt dank zahlreicher Erklärungen sogar als Sozialkundestunde „light“. Abgesehen von militärischen Konflikten mit Aufständischen und anderen Nationen ist „Tropico 6“ nahezu gewaltfrei. Für Spieler, die jünger als 12 Jahre alt sind, könnte das Spielgeschehen aber zu komplex sein.

Von Robert Nößler

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