Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Digital Recht auf Vergessen: Google widersetzt sich
Nachrichten Digital Recht auf Vergessen: Google widersetzt sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 31.07.2015
Foto: Die Illustration zeigt das Google-Logo auf einem Bildschirm.
Der Europäische Gerichtshof hat Europas Bürgern ein "Recht auf Vergessen" eingeräumt. Hier hält sich Google auch daran. Anderswo aber nicht. Quelle: dpa
Anzeige
Paris

Der Suchmaschinenbetreiber Google verweigert sich der Aufforderung der französischen Datenschutzbehörde CNIL, das in Europa vorgeschriebene "Recht auf Vergessen" weltweit umzusetzen. "Während das Recht auf Vergessen nun in Europa Gesetz sein mag, ist es global kein Gesetz", teilte das Unternehmen am Donnerstag auf seinem europäischen Blog mit.

Europas Bürger können Google unter bestimmten Bedingungen dazu verpflichten, Links zu unangenehmen Dingen aus ihrer Vergangenheit aus den Suchergebnisliste verschwinden zu lassen. Dies hatte der Europäische Gerichtshof im vergangenen Jahr so entschieden. Das Unternehmen löscht in diesen Fällen aber nur die Einträge aus den europäischen Versionen seiner Suche – über die Versionen anderer Länder sind die Informationen weiter zugänglich.

Die CNIL hatte Google Mitte Juni formell aufgefordert, diese Einträge weltweit zu löschen. Das Unternehmen kommentierte nun, dies sei eine "beunruhigende Entwicklung". "Wir glauben, dass kein Land die Autorität haben sollte, zu kontrollieren, auf was jemand in einem anderen Land zugreifen kann", hieß es in der Stellungnahme. Man habe die CNIL daher aus Prinzip gebeten, die Aufforderung zurückzuziehen.

dpa

Digital Generalbundesanwalt ermittelt - Landesverrat-Vorwurf gegen Journalisten
30.07.2015
Digital Für Autoshow beim Streaming-Dienst - Amazon engagiert Starmoderator Clarkson
30.07.2015
Digital Datenschützer gegen Facebook - Das Recht auf falschen Namen
29.07.2015