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Nachrichten Digital Der „iCahn“ klopft an Apples Tür
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08:44 15.08.2013
Das „Wall Street Journal“ bezifferte Icahns Investment auf mehr als 1,5 Milliarden Dollar. Quelle: rtr
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Cupertino

Die Aktie des Konzerns ist seit vergangenem Herbst von mehr als 700 auf weniger als 500 Dollar abgerutscht – für Icahn offenbar ein Einstiegskurs. Nachdem er am Dienstag einige Sätze dazu getwittert hatte, stieg der Kurs bereits um 5 Prozent, gestern ging es weiter aufwärts.

„Wir halten momentan eine große Position in Apple“, schrieb der 77-Jährige beim Kurznachrichtendienst Twitter und berichtete von Kontakten zum Konzernchef: „Wir sind der Überzeugung, dass das Unternehmen extrem unterbewertet ist. Habe heute mit Tim Cook gesprochen. Mehr folgt.“ Wie groß der Anteil genau ist, ließ Icahn offen. Das „Wall Street Journal“ bezifferte das Investment auf mehr als 1,5 Milliarden Dollar. Bei einem Apple-Gesamtwert von über 400 Milliarden Dollar würde Icahn auch mit dieser beträchtlichen Summe nicht einmal ein Prozent der Anteile halten.

In einem zweiten Tweet präzisierte Icahn sein Anliegen: „Hatte eine nette Unterhaltung mit Tim Cook heute. Haben meine Meinung diskutiert, dass ein größerer Aktienrückkauf getätigt werden sollte. Wir planen, bald wieder zu sprechen.“ Apple äußerte sich am Dienstag diplomatisch: Man begrüße das Interesse aller Anteilseigner. Cook habe eine „sehr positive Unterhaltung“ mit Icahn gehabt.

Investoren schielen schon lange auf Apples Geldberg, der bis Ende Juni auf 146,6 Milliarden Dollar angewachsen war (111 Milliarden Euro). Cook kam ihnen im Gegensatz zu seinem Vorgänger Steve Jobs bereits entgegen: Apple will bis 2015 rund 100 Milliarden Dollar an seine Anteilseigner ausschütten und zwar über Dividenden und einen Aktienrückkauf. Icahn fordert nun eine Aufstockung des Rückkaufprogramms, das in der Regel den Kurs hochtreibt. Vor Icahn hatte bereits der Hedgefondsmanager David Einhorn den Konzern zu einer höheren Ausschüttung gedrängt. Der Betrag wurde in diesem Jahr fast verdoppelt.

Es war ein Kulturbruch für Apple: In der letzten Amtszeit von Steve Jobs ab 1997 zahlte Apple gar keine Dividende. Doch der seit 2011 amtierende Konzernchef Cook steht nach den Kursverlusten unter Druck. Immerhin haben Gerüchte über die baldige Vorstellung neuer Modelle von iPhone und iPad die Aktie zuletzt wieder steigen lassen.

Icahn war in den achtziger Jahren zu einem Symbol des aggressiven Investors geworden, als er Unternehmen aufkaufte, zerschlug und in Teilen wieder mit Gewinn loswurde. Das machte er zum Beispiel bei der Fluggesellschaft TWA vor. Später spezialisierte er sich darauf, bei Unternehmen einzusteigen und Kursänderungen oder Ausschüttungen zu fordern. Auf Twitter machte bereits der Scherz die Runde, Icahn müsse sich nun gemäß der Namensgebung der Apple-Produkte in „iCahn“ umbenennen.

dpa

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