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Nachrichten Mögliche Merkel-Nachfolger für den Parteivorsitz
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09:58 29.10.2018

Mögliche Merkel-Nachfolger für den Parteivorsitz

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Daniel Günther (45, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein): Für den 45-Jährigen, der seit Juni 2017 in Kiel eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP anführt, spricht einiges: Er hat sich als sympathischer, liberaler und medienaffiner Überraschungsaufsteiger etabliert – und auch zuletzt immer wieder kritisch zu Wort gemeldet. Allerdings meist kritisch gegenüber der CSU und anderen Merkel-Kritikern – eine Integrationsfigur für die Unionsflügel wird er so nicht. Für eine Kanzlerkandidatur dürfte er vielen CDU-Mitgliedern auch schlicht noch zu unbekannt sein. + + + Chancen: 20 Prozent + + +

Quelle: dpa

Julia Klöckner (45, Bundeslandwirtschaftsministerin): Noch vor und im Zuge der Flüchtlingskrise von 2015 wurden der langjährigen Fraktions- und Landeschefin der rheinland-pfälzischen CDU (seit 2010) gute Chancen auf einen Aufstieg in der Union zugeschrieben – womöglich bis in die Kronprinzessinnengarde Merkels. Taktisch hatte sie deshalb oft den politischen Mittelweg zwischen Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer eingeschlagen: Konservativ, aber auf Regierungslinie. So besetzte sie Themen wie die Forderung eines Burka-Verbots, bekannte sich im Asylstreit in diesem Sommer aber klar zu Merkels Suche nach einer „europäischen Lösung“. Schon deshalb ginge von ihr jetzt kein Aufbruchssignal aus. Zudem hat sie als Spitzenkandidatin noch keine Wahl gewonnen, ist als CDU-Bundesvize bereits seit 2012 mitten in den Merkel-Zirkeln und fuhr gerade bei ihrer Wiederwahl zur Landeschefin von Rheinland-Pfalz ihr bislang schlechtestes Ergebnis ein. Sie dürfte nicht einmal antreten. + + + Chancen: 10 Prozent + + +

Quelle: imago stock&people

Ursula von der Leyen (60, Bundesverteidigungsministerin): Lange galt sie als Merkels Wunschkandidatin für ihre Nachfolge. Als Joachim Gauck auf eine zweite Amtszeit als Bundespräsident verzichtete, zog Merkel den Sozialdemokraten Steinmeier als Nachfolger auch ihrer langjährigen Ministerin von der Leyen vor – damals war die Lesart: Die Niedersächsin wird noch als Kanzlerreserve gebraucht. Doch ihr Stern sinkt, seit sie sich im Verteidigungsministerium mit den Bundeswehr-Oberen angelegt hat und in diversen Skandalen und Affären abgetaucht ist, in denen sich ihr Talent zur Selbstinszenierung totgelaufen hat. Im Stern gab sie jetzt eine Art Abschiedsinterview – wissend, dass sie fester Teil der endenden Ära Merkel ist. „In jeder Generation gibt es eine, die Kanzlerin ist“, sagte sie dort. „Und in meiner Generation ist es Angela Merkel. Dabei bleibt es.“ + + + Chancen: 5 Prozent + + +

Quelle: imago stock&people
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