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Hannover 1500 Inline-Fans haben bei der „Skate by Night“ freie Bahn
Nachrichten Hannover 1500 Inline-Fans haben bei der „Skate by Night“ freie Bahn
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10:55 08.08.2019
Reinhard Gemke fährt regelmäßig bei der „Skate by Night“ mit –und schiebt dabei sein „Disko auf Rädern“. Quelle: Lisa Eimermacher
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Hannover

Am Mittwochabend gehörten Hannovers Straßen wieder den Skatern. Rund 1500 Inline-Begeisterte trafen sich am Klagesmarkt zur „Skate by Night“, um gemeinsam eine 19 Kilometer lange Tour durch die Stadt zu machen.

Ins Leben gerufen wurde das abendliche Inline-Skaten in Hannover 1998 von Detlef Rehbock. Damals fing alles ganz klein mit ein paar Freunden an – bis es immer mehr Teilnehmer gab, die mitmachen wollten. Also wurde eine öffentliche Veranstaltung daraus. Hannover zählte neben Dresden und Berlin zu einer der ersten großen deutschen Städte, in denen „Skate by Night“ ungefähr zeitgleich geboren wurde, so Rehbock.

Bei der „Skate by Night“ geht es nicht um Leistung

„Wir machen das jetzt seit 25 Jahren und sind ein eingespieltes Team“, erklärt der Veranstalter Detlef Rehbock. „Das funktioniert alles super. Die Polizei begleitet uns und sperrt die Straßen, wir unterstützen dabei. Es greift eins ins andere“, sagt er. Die Üstra sei am Ende mit einem Besenbus dabei. Außerdem sei das Rote Kreuz mit dem Rettungsdienst vor Ort. „Ab und zu haben die auch mal was zu tun. Aber so viel Schlimmes passiert eigentlich nicht.“

Leistung stehe bei der Veranstaltung nicht im Vordergrund, sondern das gemeinschaftliche Fahren, bei dem man sein Hobby mit Gleichgesinnten ausüben und neue Leute kennenlernen kann.

Teilnehmer freue sich auf die freien Straßen in Hannover

Pia fährt zum zweiten Mal bei der „Skate by Night“ mit – davor hat sie zehn Jahre lang keine Inliner mehr angehabt. Quelle: Lisa Eimermacher

Auch Pia ist an diesem Abend wieder mit dabei. Das erste Mal hat sie im Juli teilgenommen und die Strecke von 30 Kilometern geschafft. „Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich heute wieder mitfahre.“ Zehn Jahre lang habe sie davor nicht auf Inlinern gestanden. In der Gruppe fühlte sie sich aber sofort wohl. Durch die Pausen seien auch die längeren Strecken machbar, sagt sie. Wie Pia wollen auch Frank und Christoph auf den abgesperrten Straßen skaten. Heute haben sie freie Bahn, ohne sich mit Fußgängern, Rad- oder Autofahrern in die Quere zu kommen.

Reinhard Gemke nimmt jedes Jahr teil. Er kommt aus Bad Driburg und sorgt für Stimmung. Denn er schiebt jedes Jahr einen kleinen Jockey-Wagen vor sich her, den er selbst zu einem fahrbaren Ghettoblaster mit bunten Lichtern umgebaut hat. „Disco auf Rädern“ nennt er es. Die Musikremixes hat sein Sohn Marco beigesteuert, der auch heute mitfährt. 20 Kilometer schafft Reinhard Gemke mit dem 50 Kilo schweren Wagen.

Im September ist das Saisonfinale der „Skate by Night“

Als Detlef Rehbock um 20 Uhr den Startschuss gibt, rollen die Inline-Begeisterten in die Stadt. Noch einen Termin gibt es am 21. August, bevor im September das Saisonfinale stattfindet. Er möchte „so lange wie möglich weitermachen“, sagt der Veranstalter zu seinen Zukunftsplänen für das Event. Nach 20 Jahren gebe es noch immer kein Sportgelände und kein Vereinsheim. Doch „die Inliner halten zusammen.“

Von Lisa Eimermacher

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