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Hannover Aktion „Haste mal ’ne Mark?“ startet
Nachrichten Hannover Aktion „Haste mal ’ne Mark?“ startet
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15:58 29.01.2019
Stephan Weil, Margot Käßmann und Jörg Sievers (von links) übernehmen gemeinsam die Schirmherrschaft für die Aktion. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

„Haste mal ’ne Mark?“ – diese Frage, meist von Bedürftigen an Passanten gestellt, dürften viele aus der Zeit vor der Einführung des Euro im Jahr 2002 noch im Ohr haben. Jetzt lebt sie wieder auf: 96plus, die soziale Initiative des Fußball-Bundesligisten, und das Diakonische Werk sammeln unter diesem Motto für Obdachlose und haben sich eine Zielmarke gesetzt. Die Replik des DFB-Pokals, die der Verein seit seinem Endspieltriuph 1992 gegen Borussia Mönchengladbach besitzt, soll bis Mitte März mit sogenanntem Schlummergeld gefüllt werden.

Prominentes Trio übernimmt Schirmherrschaft

„Es unbefriedigend, zu sehen, dass unsere Gesellschaft nicht in der Lage ist, allen gerecht zu werden“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil am Dienstag im Fanshop am Stadion, wo die Initiative vorgestellt wurde. Die frühere Landesbischöfin Margot Käßmann erinnerte daran, dass Hilfe für Obdachlose auch ein biblisches Gebot ist, nachzulesen im Buch Jesaja. Weil und Käßmann haben gemeinsam mit 96-Torwarttrainer und Pokalheld Jörg Sievers die Schirmherrschaft über das Hilfsprojekt übernommen.

Der Spendenaufruf bezieht sich auf D-Mark-Bestände, die auch 17 Jahre nach der Währungsreform noch nicht umgetauscht worden sind und vermutlich zum großen Teil irgendwo in privaten Haushalten schlummern – daher der Name. Die Bundesbank schätzt die aktuelle Gesamtsumme auf bundesweit 12 Milliarden Mark. Die Aktion „Haste mal ’ne Mark“ soll dazu motivieren, Münzen und Scheine zu suchen und für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen es vor allem für die medizinische Versorgung der Obdachlosen verwenden“, sagt Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes.

96 hilft mit „kommunikativer Stärke“

Hannover 96 ist immer Gesprächsthema in der Stadt, deshalb können wir unsere kommunikative Stärke einbringen“, sagte Mirko Woitschig, beim Profiklub zuständig für das soziale Engagement. Der nimmt in seinen beiden Fanshops am Stadion und in der Rathenaustraße in der City vom 1. Februar bis zum 15. März Spenden entgegen. Weitere Annahmestellen richten das Diakonische Werk in der Burgstraße 10 und die Second-Hand-Boutique Edelmut in der Friesenstraße ein.

Ein Anfang ist bereits gemacht: Käßmann hatte zum Präsentationstermin D-Mark-Münzen mitgebracht. „Ich habe sie im Spiel-Kaufmannsladen meiner Enkelkinder gefunden“, berichtete sie. Auch Weil hatte Geld zur Hand, allerdings nicht aus eigenen Restbeständen, sondern aus denen eines hilfreichen Mitarbeiters der Staatskanzlei. Der Ministerpräsident hätte aber in jedem Fall helfen können. „Wir nehmen natürlich auch Euro-Spenden“, betonte Müller-Brandes.

Von Bernd Haase

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