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Hannover Polizei warnt Senioren vor Anrufen von falschen Beamten
Nachrichten Hannover Polizei warnt Senioren vor Anrufen von falschen Beamten
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19:49 24.03.2019
Immer öfter werden Senioren von falschen Polizeibeamten angerufen, die mit skrupellosen Tricks Geld und Wertgegenstände erbeuten wollen. Quelle: Archiv
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Hannover

Diese Zwischenbilanz ist besorgniserregend: Allein seit Anfang dieses Jahres hat die Polizei Hannover rund 800 Fälle registriert, in denen sich Trickbetrüger am Telefon als falsche Polizisten ausgegeben hatten, um vor allem bei Senioren mit skrupellosen Tricks Geld und Wertgegenstände zu erbeuten. Laut Polizei gab es Tage mit bis zu 70 aktenkundigen Telefonaten. Vier Mal waren die Betrüger demnach dabei auch erfolgreich und erbeuteten so Wertgegenstände im Wert von fast 350.000 Euro.

Veranstaltungen der Aktionswoche sollen Senioren sensibilisieren

Um ältere Menschen künftig für die Gefahren der Betrugsanrufe zu sensibilisieren und über die Tricks der Telefonbetrüger aufzuklären, will sich die Polizei Hannover nun eine ganze Woche lang mit mehreren Informationsveranstaltung in der gesamten Region Hannover gezielt an ältere Menschen wenden. „Keine Chance für falsche Polizeibeamte" – so lautet der Titel der Aktionswoche, in der die Polizei von Montag, 25. März, bis Sonntag, 31. März, zielgerichtet mögliche Opfergruppen über die Betrugsmasche informiert.

"Keine Chance für falsche Polizeibeamte" - unter diesem Motto will die Polizei vor allem Senioren über die Tricks der Betrüger aufklären. Quelle: Polizei

Auch Angehörige über Betrugsmaschen aufklären

„Mit der Präventionskampagne wollen wir so viele Menschen wie möglich erreichen und sie über die Vorgehensweise der Betrüger informieren“, Savas Gel, Dezernatsleiter für Kriminalitätsbekämpfung und Prävention. Vor allem richte sich die Aktion an ältere Menschen. „Aber auch deren Angehörige sollen ausdrücklich angesprochen werden", sagt Gel.

Betrugstelefonate werden immer häufiger

Seit mehreren Jahren schon beschäftigt sich eine Ermittlungsgruppe des Zentralen Kriminaldienstes ausschließlich mit Trickbetrügern. Allein 2018 registrierte die Polizei in der Region Hannover mehr als 1.300 Anrufe von falschen Polizeibeamten. Laut Polizei erbeuteten die Täter bei 31 erfolgreichen Betrugsversuchen Geld und Wertsachen im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro. Im Jahr 2017 wurden dagegen nur etwa 450 Anrufe und 14 vollendete Taten mit einem Schaden von rund 250.000 Euro gezählt.

Hier sind die Infostände der Polizei zu finden

Die Veranstaltungen sind im Wesentlichen Infostände an Straßenrändern. Heute zum Beispiel von 9 bis 11 Uhr vor den Sparkassen Pumpstraße 8 und Waldstraße 5, um 18.30 Uhr gibt es einen Infoabend im Stadtteilzentrum Ricklingen, Ricklinger Stadtweg 1. Am Dienstag dann wird der zentrale Infostand für Hannover vor der Volkshochschule, Burgstraße 14, aufgebaut, Gespräche sind möglich von 9 bis 12 Uhr. Am Mittwoch ist der Infostand von 10 bis 13 Uhr auf dem Moltkeplatz aufgebaut, ab 14  Uhr dann auf dem Bemeroder Rathausplatz. Eine Übersicht der Präventionsveranstaltungen in der Aktionswoche sind im Internet auf der Seite www.pd-h.polizei-nds.de/praevention.de zu finden.

Die Tricks der Betrüger sind oft schwer zu durchschauen

Falsche Polizisten gehen nach Angaben der Ermittler bei ihren Telefongespräche meist nach dem gleichen Muster vor: "Guten Tag, mein Name ist Kommissar Steinbeck. In Ihrer Nachbarschaft ist ein Einbrecher festgenommen worden und Ihre Adresse steht auf einer bei ihm gefundenen Liste. Daher sind Ihre Wertsachen zu Hause nicht mehr sicher!" - mit dieser oder leicht abgewandelten Maschen versuchen Betrüger an die Ersparnisse von älteren Menschen zu gelangen. Die Polizei rät Senioren bei solchen Anrufen zur Vorsicht und gibt wichtige Verhaltenstipps: Den Hörer umgehend auflegen, am Telefon keine Angaben zu Vermögensverhältnissen machen, niemals Wertgegenstände oder Geld an einem telefonisch vereinbarten Ort deponieren und auch nicht persönlich an Unbekannte übergeben. Besonders wichtig: Die Polizei ruft niemals mit der Telefonnummer 110 an. Weitere Ratschläge und Informationen stehen im Internet auf der Seite www.pd-h.polizei-nds.de/praevention/falsche-polizeibeamte.

Von Ingo Rodriguez

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