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Hannover Jobcenter-Kunde wirft Stuhl auf Mitarbeiterin
Nachrichten Hannover Jobcenter-Kunde wirft Stuhl auf Mitarbeiterin
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18:00 14.08.2019
Die Anklagebank rechter Hand von Amtsrichter Michael Siegfried blieb leer – Abdulla C. ließ sich nicht blicken. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

 Ein 28-jähriger Mann muss sich vor dem Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, weil er laut Anklage einen Stuhl auf eine Mitarbeiterin des Jobcenters in der Brühlstraße schleuderte und die 27-Jährige am Bein verletzte. Doch Abdulla C., in früheren Jahren schon ein halbes Dutzend Mal wegen Körperverletzung verurteilt, erschien nicht. Daraufhin setzte Strafrichter Michael Siegfried für den 4. September einen neuen Verhandlungstermin an – und dann könnten Polizeibeamte den derzeit in Bad Pyrmont wohnenden Angeklagten in den Gerichtssaal eskortieren.

Ein Ausweis fehlte

Der Vorfall im Jobcenter ereignete sich im Juni 2018. C. war wütend, weil er einen Verrechnungsscheck aufgrund eines fehlenden Ausweises nicht eingelöst bekam. Wie ein Mitarbeiter der Behörde am Rande der Verhandlung erläuterte, wäre die Auszahlung am nächsten Tag aber problemlos über die Bühne gegangen. Auf jeden Fall regte sich C. im Büro der 27-Jährigen fürchterlich auf, rauschte hinaus und knallte die Tür zu. Als die Angestellte ihrerseits die Tür öffnete, um in ein Nachbarzimmer zu gehen, kam ihr ein Besucherstuhl entgegengeflogen. Das Möbelstück traf sie am Bein und verursachte bei ihr eine schmerzhafte Prellung.

Auf die Tür gezielt?

Eine für das Strafmaß wichtige Frage, sollte der rabiate Besucher verurteilt werden, dreht sich um den Zeitpunkt des Werfens. Es könnte sein, dass der 28-Jährige den Stuhl nur gegen die geschlossene, etwa fünf Meter entfernte Tür schmettern wollte. Hätte er die Mitarbeiterin, die plötzlich aus dem Zimmer trat, eher unbeabsichtigt getroffen, würde es sich bei dem Delikt um eine versuchte Sachbeschädigung und eine fahrlässige Körperverletzung handeln. Damit stünde dann eine deutlich niedrigere Strafe im Raum als bei einer gefährlichen Körperverletzung.

Wie es vonseiten eines Jobcenter-Mitarbeiters hieß, komme es auf den Fluren und in den Zimmern des Gebäudes am Leineufer häufiger zu Beschimpfungen von Kollegen und Kolleginnen. Handgreiflichkeiten und körperliche Attacken vonseiten der Kunden seien allerdings selten, er könne sich in den vergangenen Jahren nur an vier derartige Vorfälle erinnern.

Von Michael Zgoll

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