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Hannover Radlerin und Autofahrerin tragen gleichermaßen Schuld an Unfall
Nachrichten Hannover Radlerin und Autofahrerin tragen gleichermaßen Schuld an Unfall
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17:47 28.08.2019
An dieser Stelle am Schnittpunkt von Kaufland-Parkplatz und Rundestraße - unser Foto zeigt nicht das originale Unfallgeschehen - kamen sich die Autofahrerin und die von rechts kommende Radlerin ins Gehege. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

An einem Montagvormittag im März 2018 war eine 53 Jahre alte Radfahrerin, die einen Fußweg der Rundestraße auf der falschen Straßenseite benutzte, mit einer 62-jährigen Autofahrerin zusammengestoßen, die just einen Kaufland-Parkplatz verließ. Am Mittwoch nun hat das Amtsgericht Hannover in diesem Zivilprozess ein Urteil verkündet: Rad- und Autofahrerin tragen jeweils zur Hälfte Schuld an dem Unfall. Damit bekommt die Besitzerin des Hyundai i10, die die Reinigungsfachkraft auf 1030 Euro Schadensersatz für die Reparatur ihres Fahrzeugs verklagt hatte, nur die Hälfe des geforderten Betrags – 515 Euro – plus Rechtsanwaltskosten von knapp 150 Euro erstattet.

Beim Ausfahren verschätzt

Laut Richter Peter Immen muss sich derjenige, der aus einem Grundstück auf eine Straße einfahren will, so verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Diesen Grundsatz habe die Klägerin verletzt. Sie habe die Radlerin schon frühzeitig gesehen, sich dann aber in Bezug auf deren Tempo verschätzt: Sie glaubte, noch vor der jüngeren Frau auf die Rundestraße nach links abbiegen zu können. Tatsächlich aber befand sich die Raumpflegerin, die auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle in einem benachbarten Hotel war, mit ihrem Zweirad schon vor dem Wagen, als die Hyundai-Fahrerin Gas gab. Dies belegen Kratzspuren auf Motorhaube und Stoßstange sowie die Aussage eines Zeugen.

Auch Beklagte trägt Mitschuld

Doch auch die Beklagte, so der Richter, treffe ein erhebliches Verschulden an dem Unfall. Die 53-Jährige sei auf dem Fußweg gefahren, wo sie mit ihrem Rad nichts zu suchen hatte. Zudem habe sie den Bürgersteig entgegen der Fahrtrichtung benutzt. Wäre die Frau vorschriftsmäßig auf der rechten Seite der Fahrbahn entlanggeradelt, hätte der Zusammenstoß in der Rundestraße vermieden werden können.

Von Michael Zgoll

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