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Hannover Bewährungsstrafe: 23-Jähriger klaut Uhren im Wert von einer halben Million Euro
Nachrichten Hannover Bewährungsstrafe: 23-Jähriger klaut Uhren im Wert von einer halben Million Euro
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11:05 25.09.2019
Der wegen eines Wohnungseinbruchsdiebstahls angeklagte Delgasch K. (l.) wurde von Anwalt Marco Neumann verteidigt. Quelle: Michael Zgoll
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Hannover

Ein 23-Jähriger, der frischweg vom Bolzplatz zu einem Einbruch gebeten wurde und in Isernhagen-Süd mit einem Kompagnon eine wertvolle Uhrensammlung im Wert von mehr als 500.000 Euro aus einem Eigenheim stahl, ist am Dienstag vom Amtsgericht Hannover zu einer Bewährungsstrafe von 16 Monaten verurteilt worden. Gleichzeitig erlegte ein Schöffengericht unter Vorsitz von Reinhard Meffert dem Angeklagten Delgasch A. auf, 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit abzuleisten und eine Drogentherapie anzutreten.

Mit diesem Foto fahndete die Polizei nach Delgasch A. Quelle: Archiv

Der Fall weist einige Merkwürdigkeiten auf: Welchen Preis zahlte das Opfer des Diebstahls – ein 67 Jahre alter Automatenaufsteller – dafür, dass ihm der Großteil der Sammlerstücke von Rolex, Breitling und Omega nach Monaten in einer Sporttasche wieder vor seine Haustür gestellt wurde? Wer wusste überhaupt davon, dass in seinem Haus 69 kostbare Zeitmesser aufbewahrt waren? Und ist dem nunmehr verurteilten Dieb wirklich nicht klar, wer der mysteriöse „Chico“ ist, den er schon früher als Dealer kennengelernt und der ihn zu dem Einbruch im August 2018 angestiftet hatte?

Kameras zeichneten Diebstahl auf

Die Tat der beiden Männer wurde von Überwachungskameras aufgezeichnet. Durchaus außergewöhnlich war das Outfit, in dem Delgasch A. agierte: ohne Maskierung, stattdessen in Kapuzenpulli, Turnhose und Sportschuhen. Nachdem die Polizei Film und Fotos für eine Öffentlichkeitsfahndung freigegeben hatte und A.s Bild in hannoverschen Zeitungen zu sehen war, stellte er sich den Behörden. Seinen Angaben zufolge zahlte ihm Dealer Chico für die Beteiligung an dem Einbruch 500 Euro, außerdem erließ er dem Zeitarbeitsdieb 1500 Euro Schulden aus Drogenkäufen.

Der Uhrenbesitzer war nicht gut auf die Polizei zu sprechen: Sie habe nicht vernünftig ermittelt. Es sei sein eigener Verdienst, so der 67-Jährige, dass er den Großteil seiner Sammlung überhaupt zurückbekam. Auch habe er der Polizei Hinweise angedient, wer für den Einbruch verantwortlich sein könnte und dass A. deutlich mehr als 2000 Euro Diebeslohn bekommen habe. Doch die Ermittler hätten nichts weiter unternommen. Besonders ärgerlich sei, so der Automatenaufsteller, dass man ihm knapp 20 besonders teure Uhren nicht zurückgebracht habe – und der Schaden somit immer noch bei rund 280.000 Euro liege.

Von Michael Zgoll

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