Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Kanzleien fürchten Personalmangel und digitale Konkurrenz
Nachrichten Hannover Kanzleien fürchten Personalmangel und digitale Konkurrenz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:28 26.04.2019
Bei der Mitgliederversammlung des Anwaltsvereins stellten sie sich in Positur (v.l.): Marc Wandersleben (Präsident des Niedersächsischen Anwalts- und Notarverbandes), Henning Schröder (neuer Vorsitzender des Anwaltsvereins Hannover), Barbara Havliza (Niedersächsische Justizministerin), Christian Reinicke (ehemaliger Vorsitzender des hannoverschen Anwaltsvereins) sowie Thomas Remmers (Präsident der Rechtsanwaltskammer Celle). Quelle: privat
Anzeige
Hannover

Der Rechtsanwalts- und Notarverein Hannover hat einen neuen Vorsitzenden: Henning Schröder. Gewählt wurde der 47-Jährige bei der jüngsten Mitgliederversammlung im Luisenhof, eine Rede hielt hier auch die Niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza. Schröder ist Hannoveraner durch und durch, besuchte das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium, studierte in Hannover, arbeitete als Betriebswirt bei der Preussag und ist seit 2001 in der Landeshauptstadt als Anwalt – spezialisiert auf Handels-, Gesellschafts- und Steuerrecht – tätig. Zu Schröders Stellvertreter wurde Andreas Blunk (44) gewählt, auch er ist Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht.

Spitzengehälter sind selten

Der Vorgänger von Schröder, Christian Reinicke, hatte im Anwaltsverein zwei Amtszeiten von je vier Jahren absolviert. Nun kann sich der 54-Jährige noch stärker auf seine Aufgaben als Generalsyndikus des ADAC konzentrieren. Eines der Probleme, die die hannoversche Anwaltschaft nach Meinung von Reinicke zunehmend beschäftigen werden, ist der Nachwuchsmangel bei Rechtsanwälten wie bei qualifizierten Mitarbeitern. Es gebe zwar zahlreiche Jurastudenten, doch würden viele ihre berufliche Zukunft eher bei Staatsanwaltschaft und Gericht als in einem Anwaltsbüro sehen. Spitzengehälter, wie sie bundesweit tätige Kanzleien in Hamburg, München oder Düsseldorf zahlen, seien in einer Stadt wie Hannover kaum zu erzielen. Und um qualifiziertes Fachpersonal würden auch Banken, Versicherungen oder Justizbehörden buhlen: „Für Anwälte wird es immer schwieriger, gute Mitarbeiter zu finden.“

Konkurrenz bekämen Rechtsanwaltskanzleien, sagt Reinicke, auch durch Roboter, die per Internetzugang einfache Rechtsfragen beantworten. So gebe es bereits Rechtsschutzversicherungen, die mit derartigen Programmen arbeiten, und auch Google entwickle eine entsprechende Software. Hinzu kommt die Einführung der elektronischen Akte, die die Digitalisierung des Justizwesens in gänzlich neue Dimensionen vorstoßen lässt und auch für Rechtsanwälte eine Herausforderung darstellt.

Von Michael Zgoll

Um die Schätze des Stadtarchivs und aus den Museen einzulagern, sucht die Stadt per europaweiter Ausschreibung eine passende Immobilie. Diese soll 25 000 Quadratmeter Platz bieten – und höchstens vier Kilometer vom Rathaus entfernt sein.

29.04.2019

Die Initiative Seebrücke demonstriert am Sonnabend in der Innenstadt von Hannover für sichere Fluchtrouten aus Krisengebieten nach Europa. Unterstützung kommt unter anderem vom Flüchtlingsrat Niedersachsen. Die Forderung der Protestler: Auch das Land soll sich zum Sicheren Hafen für Flüchtlinge erklären.

26.04.2019

In der Rathausaffäre um Gehaltsboni sind neue Vorwürfe gegen den früheren Personalchef Harald Härke aufgetaucht: Die Staatsanwaltschaft ermittelt erneut gegen ihn. Zugleich werden weitere Details der Ermittlungen gegen Oberbürgermeister Schostok bekannt.

29.04.2019