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Hannover Architektinnen erhalten Wirtschaftspreis
Nachrichten Hannover Architektinnen erhalten Wirtschaftspreis
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08:00 29.10.2019
Tatjana Sabljo (links) und Irina Kresic haben sich beim Wirtschaftspreis gegen 16 Konkurrenzbewerbungen durchgesetzt. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Der Wirtschaftspreis „Frauen machen Standort“ der Stadt Hannover geht in seiner 18. Auflage an die Inhaberinnen des Architekturbüros Keferstein Sabljo. Das hat die Jury um die städtische Gleichstellungsbeauftragte Friederike Kämpfe entschieden. Die offizielle Ehrung für Tatjana Sabljo und Irina Kresic, geborene Keferstein, ist Teil des Wirtschaftsempfangs der Stadt am Montagabend gewesen.

Büro beschäftigt zehn Mitarbeiter

Das Büro beschäftigt sieben Mitarbeiter und drei Masterstudenten – „zuerst nur Frauen, aber mittlerweile auch einen Mann“, sagt Sabljo. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte liegt auf der Sanierung und dem Umbau denkmalgeschützter Bauten wie etwa dem Parkhaus in der Osterstraße in Hannover oder dem Rittergut Nordsteimke bei Wolfsburg.

Der Schwerpunkt des Wettbewerbs hatte in diesem Jahr im Themenfeld Innovation gelegen. „Tatjana Sabljo und Irina Kresic legen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, indem sie bei Bedarf auch kurzfristig flexible individuelle Arbeitszeiten ermöglichen“, erläuterte Kämpfe. „Kinder sind bei uns im Büro keine Seltenheit, wenn es die Betreuung erfordert“, erläutert Sabljo. Sie hat mit ihrer Kollegin eine Software entwickelt, die Arbeitsstruktur und Arbeitsorganisation sowie Planungsprozesse unterstützt.

„Preis ist Ermutigung und Anerkennung“

Die Architektinnen haben selbst Kinder im Grundschulalter. „Der Preis eine Ermutigung und Anerkennung für all das, was Frauen leisten, wenn sie sich für beides entscheiden: Familie und Beruf – und für alles, was beides kompromisslos mit sich bringt“, erklären die Gewinnerinnen.

Die Stadt verfolgt nach Angaben von Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette das Ziel, frauengeführte Unternehmen zu fördern und deren Zahl zu steigern: „Nur ein Drittel der Gründungen geht von Frauen aus, das muss sich ändern“. Für den Wirtschaftsempfang liege der Frauenanteil bei rund 640 Anmeldungen bei 30 Prozent.

Auch Sabljo hatte Zahlen: „Nach aktuellen Daten der Architektenkammer beträgt der Studentinnenanteil in Deutschland 60 Prozent, aber derjenige von Frauen in den Büros nur 30 Prozent. Nur ein Prozent aller größeren Büros sind rein weiblich geführt“. Auf die Frage nach dem Grund hatten sie und Kresic eine deutliche Antwort: Schwierigkeiten bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

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