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Hannover Rat streitet über Parkhäuser für Stadtteile
Nachrichten Hannover Rat streitet über Parkhäuser für Stadtteile
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00:29 21.01.2015
Von Bernd Haase
Parkplätze in Hannover sind Mangelware. Quelle: dpa
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Hannover

Parkplatzmangel in gefragten Wohnquartieren Hannovers ist ein Dauerthema - auch im Bauausschuss des Rates. Bei der jüngsten Sitzung ging es um eine Anregung der CDU, dem Problem durch den Bau von Stadtteilparkhäusern in den citynahen Quartieren Herr zu werden. SPD und Grüne reagierten skeptisch und verwiesen auf die nicht sehr ermutigenden Erfahrungen mit den bestehenden Angeboten etwa in der List. Vor Weihnachten hatten Meldungen die Runde gemacht, in denen das Wort „Parkplatzkrieg“ auftauchte. „Der Leidensdruck ist mittlerweile so groß, dass Autobesitzer ihre Fahrzeuge ins Halteverbot stellen und Strafzettel in Kauf nehmen“, sagt CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk. Immenser Parkdruck herrsche in der Südstadt, der List, Linden, der Oststadt, im Zentrum, der Nordstadt, der Calenberger Neustadt und im Zooviertel. „Stadtteilparkhäuser können den Parkdruck mindern und den Straßenraum aufwerten“, meint Blaschzyk. Infrage kämen sowohl Tiefgaragen als auch Standorte in Baulücken. Für eine Zusammenarbeit biete sich die städtische Union Boden an, die schon Parkhäuser betreibt.

SPD und Grüne bestreiten Parkplatznot nicht, sehen aber in den Parkhäusern keine Abhilfe. „Die Leute sind nicht bereit, die Gebühren dafür zu bezahlen“, sagt Michael Dette (Grüne), gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender von Union Boden. Deshalb blieben bestehende Einrichtungen so gut wie leer. Auch die öffentlich angebotene, aber ebenfalls kostenpflichtige Parkfläche am Henriettenstift wird nach Angaben von Ewald Nagel (SPD) aus diesen Gründen gemieden.

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Wie es besser gehen könnte, blieb im Dunkeln. Dette sagte, solange mit Stadtteilparkhäusern kein Geld zu verdienen sei, werde es auch kein Interesse von privaten Investoren geben, welche zu errichten. Dass die Union Boden die Parkgebühren senkt und so mehr Kundschaft anlockt, ist nicht im Sinne von SPD, Grünen und FDP. „Wir wollen, dass die Union Boden zur Haushaltskonsolidierung beiträgt und Geld an die Stadt abführt. Dann kann sie nicht Parkplätze subventionieren“, sagt Dette. Im Übrigen würden freie Flächen in den genannten Stadtteilen dringender für Wohnungsbau benötigt.

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