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Hannover Gutachter favorisiert Stadtbahntrasse von Podbi bis Misburger Straße
Nachrichten Hannover Gutachter favorisiert Stadtbahntrasse von Podbi bis Misburger Straße
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13:30 12.07.2019
Vorne liegt der Haupteingang der MHH mit dem Haupteingang, oben im Bild befinden sich die Grünflächen der Kleingartenanlagen. Dorthin soll die neue MHH-Klinik umziehen. Quelle: Google Maps
Hannover

Der Bau einer neuen Stadtbahntrasse zur Medizinischen Hochschule (MHH) in Buchholz findet immer mehr Unterstützer. Auch ein Verkehrsgutachten, dass die MHH vor einem Jahr beim hannoverschen Planungsbüro SHP Ingenieure in Auftrag gegeben hatte, kommt zu dem Ergebnis, dass eine Bahnverbindung von der Podbi im Norden der MHH bis zur Misburger Straße eine sinnvolle Lösung für die geplante Klinik am Stadtfelddamm wäre.

„Diese neue Linie wäre mit zwei Haltestellen für die MHH und für den benachbarten Medical Park eine gute Erschließung“, sagte Verkehrsplaner und Gutachter Daniel Seebo in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Buchholz-Kleefeld. Auch Klaus Geschwinder, Teamleiter Verkehrsentwicklung bei der Region Hannover, versprach eine „hochmotivierte Mitarbeit“ der Planer in seinem Haus. Strittig sei allerdings die Finanzierung des Projekts. „Der Verursacher ist in diesem Fall die MHH und damit das Land“, betonte Geschwinder. Der Verursacher müsse zahlen.

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Abzweigung der Linie 4 scheidet aus

Auch in einem weiteren Punkt hält Geschwinder die bisherigen Pläne für korrekturbedürftig. Eine Übergangslösung mit Buslinien, wie sie das Gutachten vorschlägt, lehnt die Region ab. „Stadtbahn und MHH-Klinik müssen gleichzeitig fertig werden.“ Da der Bau der Klinik gut zehn Jahre dauern soll, sei dies realisierbar. „In dieser Zeit schaffen wir auch eine neue Stadtbahntrasse.“ Die Verlegung der Trasse über den Weidetorkreisel sei dabei kein Problem. Seebo erinnerte daran, dass der Platz ohnehin umgebaut werden muss, da die Brücke abgängig ist. Eine Abzweigung der Linie 4 von der Karl-Wiechert-Allee in den Stadtfelddamm anstelle einer neuen Podbi-Anbindung scheidet nach Ansicht der Region aus. Die Linie 4 sei bereits heute überlastet, sagte Geschwinder.

MHH-Architekt Lutz Jürgens hat rund 200 Interessierte im Mai über die Planungen der Medizinischen Hochschule informiert. Quelle: Christian Behrens

Pendelbusse sind keine Lösung

Wann eine endgültige Entscheidung über das Verkehrskonzept fallen wird, ist noch offen. „Wir arbeiten vorerst an Visionen“, betonte Ute Winnefeld von der MHH-Stabstelle 2025 in der Sitzung. Ziel seien ein autofreier Campus und der Bau von vier Parkhäusern in den Randbereichen. Fast 60 Prozent der Mitarbeiter und Studenten kommen derzeit mit dem Auto aufs Gelände. Die Idee, auf dem Campus einen Pendelverkehr mit E-Bussen einzurichten, scheint vorerst vom Tisch zu sein. Diese Lösung sei teuer und wenig praktikabel, sagte Gutachter Seebo. In einen Bus passen nur 15 Fahrgäste, zu Spitzenzeiten stünden jedoch etwa 200 Mitarbeiter an den Haltestellen.

Auch die Regelung des Baustellenverkehrs wird noch für rege Diskussionen sorgen. Bislang wird erwogen, die schweren Lastwagen über einen verbreiterten Stadtfelddamm zur Baustelle zu leiten, da die Carl-Neuberg-Straße, über die die meisten Autos heute aufs Gelände fahren, mit zwei Brücken für Schwerlastverkehr ungeeignet ist. Zudem nutzen Rettungsfahrzeuge diese Zufahrt; eine Behinderung wäre unvertretbar.

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Von Gabi Stief

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