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Hannover Kurioser Bauschaden in Schmiedestraße: Beton blockiert Abwasserkanal
Nachrichten Hannover Kurioser Bauschaden in Schmiedestraße: Beton blockiert Abwasserkanal
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08:25 24.09.2019
Die Schmiedestaße wird zur Baustelle: Zunächst muss ein verstopfter Abwasserkanal repariert werden, danach wird die Straße umgestaltet. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Über riesige Pfützen mitten in Hannovers City haben sich die Anlieger der Schmiedestraße vor einigen Wochen gewundert. „Das Wasser wollte einfach nicht ablaufen“, erzählt Andreas Odenburger vom Restaurant Locorito. Der Grund: Drei Kubikmeter Beton verstopften einen Abwasserkanal. Inzwischen fließt das Wasser wieder ab – dank eines Notpumpwerks, das die Stadtverwaltung installiert hat. Der Pfropfen befindet sich aber noch immer im Rohr.

Beton sickert durch Bohrlöcher für einen Kran

Entstanden ist der Schaden bei Bauarbeiten. Eine Baufirma hatte einen Kran aufgestellt und Löcher in die Fahrbahndecke gebohrt, um das tonnenschwere Gerät zu verankert – ein übliches Verfahren. Offenbar wurde aber ein bisschen zu tief gebohrt. Als Arbeiter die Löcher mit Beton füllten, sickerte die Masse in den Kanal. Nach Angaben der Stadt flossen drei Kubikmeter Beton in die Leitung. Auf einer Länge von 60 Metern verschloss die ausgehärtete Masse das Rohr ganz oder teilweise. „Um Störungen bei den Anliegern zu vermeiden, wurde ein Notpumpwerk eingerichtet, und die Straßenabläufe in der Schmiedestraße wurden an einen anderen Kanal angeschlossen“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.

Reparatur ist aufwendig

Den Betonpfropfen zu lösen ist aufwendig. Ein Freifräsen sei nicht möglich, sagt Dix. Daher muss die Stadt die Straßendecke erneut aufreißen, den Beton entfernen und parallel zum beschädigten Kanal neue Leitungen verlegen, „sodass die Beeinträchtigungen in der Innenstadt möglichst gering gehalten werden.“ Bezahlen will die Stadt die Reparatur nicht. Man sei mit den Verursachern in Kontakt, um die Schadensregulierung zu klären, sagt Dix.

Schmiedestraße wird umgebaut

Erst Anfang 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen – nach dem Weihnachtsgeschäft. Oldenburger vom Restaurant Locorito ärgert sich dennoch. „Dann haben wir die nächste Baustelle vor der Tür“, sagt er.

Es wird nicht die letzte Baustelle auf der Schmiedestraße sein. Die Strecke zwischen Marstall und Karmarschstraße soll ein neues Gesicht bekommen. Gehwege werden verbreitert und Bäume gepflanzt. Im Oktober will die Stadt die Pläne vorstellen.

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Von Andreas Schinkel und Manuel Behrens

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