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Hannover Ex-Kreisliga-Trainer aus der Region muss mehrere Jahre in Haft
Nachrichten Hannover Ex-Kreisliga-Trainer aus der Region muss mehrere Jahre in Haft
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16:24 27.03.2019
Das Landgericht Stuttgart verurteilte den Ex-Trainer wegen Betrugs in sieben Fällen. Quelle: Symbol
Hannover

Das Landgericht Stuttgart hat am Mittwoch einen ehemaligen Fußballtrainer der Kreisliga aus der Region Hannover zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Gericht warf dem 38-Jährigen gewerbs- und bandenmäßigen Betrug in sieben Fällen vor, zwei davon waren Versuche. Der Ex-Coach hatte sich als falscher Polizist ausgegeben und Seniorinnen und Senioren um Geld und Schmuck in Höhe von 450 000 Euro gebracht.

Angeklagter gab sich als falscher Polizist aus

Wie Gerichtssprecher Christian Klotz bestätigte, hatte der Angeklagte im Verfahren ein Geständnis abgelegt. Gemeinsam mit Komplizen hatte sich der ehemalige Fußballtrainer telefonisch bei älteren Menschen gemeldet und vorgegeben, ein Ermittler der Polizei zu sein. Einbrecher seien in der Gegend festgenommen worden. Bei ihnen habe die Kripo eine Liste mit Adressen gefunden. Da die Angerufenen auf dieser Liste auftauchten, sollten sie ihre Wertgegenstände schnell in Sicherheit bringen und am besten der Polizei übergeben, so lautete die Geschichte, die die Bande den Opfern auftischte.

In fünf Fällen war der 38-Jährige als Abholer der Beute tätig, zwei weitere Betrugsversuche führten nicht zum Erfolg. Der Ex-Fußballtrainer war im Oktober am Flughafen in Langenhagen festgenommen worden, als er ausreisen wollte. Der Prozess wurde deshalb in Stuttgart geführt, weil es dort zu den Taten gekommen war.

Viele der Betrüger stammen aus Hannover

Der Ermittlungsgruppe Trick der Polizeidirektion Hannover sind einige der Hintermänner der Betrügerbanden bekannt. „Sie arbeiten meist von Callcentern in der Türkei, sind aber oft in Hannover aufgewachsen und sozialisiert worden“, sagt Mirko Nowak von der Polizeidirektion. Deshalb beherrschten sie auch die deutsche Sprache so gut. Die Betreiber und die Anrufer stehen nach Erkenntnissen der Ermittlungsgruppe in der Hierarchie der Banden ganz oben. Die Logistiker und die Abholer der Beute vor Ort rekrutierten sich oft aus dem ehemaligen Bekanntenkreis der Anführer der Banden. „Man kennt sich oft, weil man beispielsweise in den gleichen Vierteln aufgewachsen ist“, sagt Nowak. Die meisten Trickbetrüger haben, nach Angaben der Polizei, eine kriminelle Vergangenheit. Möglicherweise kennen die Täter deshalb auch die Arbeitsweisen und Verhaltensmuster der deutschen Polizisten, so genau.

Die Polizei weist in dieser Woche mit Aktionen und Handzetteln intensiv auf die Maschen der Trickbetrüger hin, die sich als falsche Polizisten ausgeben. Denn die Täter lassen nicht nach. Allein in den ersten Wochen dieses Jahres registrierte die Polizei in der Stadt und dem Umland rund 800 Anrufe von angeblichen Polizisten.

Von Tobias Morchner

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