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Hannover Kulturhauptstadt: SPD setzt auf Hannovers Städtepartnerschaften
Nachrichten Hannover Kulturhauptstadt: SPD setzt auf Hannovers Städtepartnerschaften
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14:41 25.09.2019
Für sein Engagement zugunsten der Städtepartnerschaft mit Bristol bekam Hannovers ehemaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (Zweiter v. re.) schon zum zweiten Mal die Ehrendoktorwürde verliehen. Die SPD will die Partnerschaft jetzt weiter ausbauen. Quelle: HAZ
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Hannover

Hannover will Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 werden. Wie das gelingen kann, darüber hat sich jetzt eine Arbeitsgruppe der hannoverschen SPD Gedanken gemacht. „Wir sollten das System der Städtepartnerschaften stärken“, sagt SPD-Vorstandsmitglied Heiderose Kelich. Sie schlägt vor, für jede der sieben Partnerschaften einen Botschafter innerhalb der Stadtverwaltung zu installieren. Hannover unterhält Beziehungen zu Blantyre (Malawi), Hiroshima (Japan), Perpignan (Frankreich), Rouen (Frankreich), Poznan (Polen), Leipzig und Bristol (Großbritannien).

Eine Speakers’ Corner im Georgengarten?

Bristol – die Stadt, zu der die älteste Partnerschaft besteht – soll nach den Vorstellungen der hannoverschen Sozialdemokraten gerade angesichts des drohenden EU-Austritts Großbritanniens zum Vorbild werden. „Die Beziehungen sind ohnehin intensiver geworden“, sagt Kelich. Eine kulturelle Errungenschaft der britischen Inseln könne auch in Hannover etabliert werden. „Im Georgengarten könnte eine Speakers’ Corner geschaffen werden“, sagt Kelich. Die Rednerecke gibt es im Londoner Hyde Park, sie ermöglicht Vorträge ohne Anmeldung zu einem beliebigen Thema.

Roter Faden entlang Hannovers Gedenkstätten

Zudem regt die SPD an, Hannovers Orte der Erinnerung mit einer Art rotem Faden zu verbinden, ähnlich dem Pinselstrich auf Straßen und Gehwegen, der an Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Die Gedenkstätte Ahlem läge ebenso auf dem Weg der Erinnerung wie der neue Lernort zur NS-Geschichte im Rathaus-Kontor am Theodor-Lessing-Platz.

Hannover könne zudem mit seiner Kleingartenkultur punkten, meinen die Genossen. „In manchen Kolonien wird sogar Theater gespielt“, sagt Kelich. Solche Initiativen seien weiter zu fördern.

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