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Hannover Neuer Mietradanbieter: Bald stehen doppelt so viele Leihräder in der Stadt
Nachrichten Hannover Neuer Mietradanbieter: Bald stehen doppelt so viele Leihräder in der Stadt
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09:45 09.08.2019
Die Räder von Nextbike tragen Werbung für den Partner „Durstexpress“. Quelle: nextbike
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Hannover

In Hannover werden in den nächsten Wochen wohl weitere 1000 Leihfahrräder in den Straßen stehen. Das Unternehmen Nextbike und der Getränkelieferant Durstexpress kündigten am Donnerstag an, dass die Räder von Freitag an allmählich im Stadtgebiet platziert werden. Die Partner wollen die mit blauem Werbeschildern versehenen Räder entlang eines festgelegten Straßennetzes bereitstellen. Es reicht von der Innenstadt bis nach Linden sowie einzelne Straßen in Ost-, Nord- und Südstadt. Auch Herrenhäuser Gärten und Zoo sind zu erreichen. Nextbike ist nach eigenen Angaben „Deutschlands größtes Fahrradverleihsystem“. Das dürfte sich künftig auch in Hannovers Stadtbild zeigen: Konkurrent Mobike bietet in Hannover ebenfalls 1000 Räder an, nun setzt Nextbike die gleiche Zahl an und will demnach dem derzeitigen Platzhirsch ebenbürtig sein.

Beinage lückenlos: In diesem Innenstadtbereich sollen die Räder stehen. Quelle: Nextbike/Screenshot

GPS, Solarenergie – und ein Fünkchen günstiger als die Konkurrenz

„Wir beginnen mit 300 Rädern, in den nächsten vier bis sechs Wochen kommen dann die übrigen“, sagte Nextbike-Sprecherin Mareike Rauchhaus. Es wird keine festen Stationen geben zum Abholen oder zur Rückgabe, die Räder können an jeder Stelle des festgelegten Straßennetzes abgestellt und geliehen werden. Leihen kann die Räder, wer sich zuvor über eine App registriert hat. Dort ist auch sichtbar, wo im Stadtgebiet Räder frei sind. Sie haben ein mit Solarenergie betriebenes automatisches Schloss mit GPS-Ortung. Pro Account können bis zu vier Räder gleichzeitig geliehen werden.

Bereits 85.000 Vermietungen in Leipzig

Die Bezahlung folgt über die App. Pro halber Stunde Mietzeit verlangt Nextbike einen Euro, wobei der Höchstbetrag für einen Tag bei neun Euro gedeckelt ist. (Konkurrent Mobike verlangt einen Euro für 20 Minuten Fahrzeit.) Konkurrent Mobike verlangt einen Euro für 20 Minuten Fahrzeit.) Dazu kommt eine Gebühr von einem Euro, sollte das Rad in einer außerhalb gelegenen und von Nextbike bestimmten Zone liegen. Kunden, die ein Leihrad außerhalb des definierten Gebiets abstellen, müssen eine „Servicegebühr“ von 20 Euro zahlen. Mitarbeiter des Unternehmens sammeln solche Räder ein.

Wie bei anderen Leifahrradanbietern wird per App bezahlt. Quelle: nextbike

Rauchhaus sagte, dass das Unternehmen in Leipzig im Juli 85.000 Vermietungen registrierte. Eine Erwartung für Hannover sie dies nicht, da das System in Leipzig eingeführt und das Wetter gut gewesen sei.

Ordnungsamt legt Sperrgebiete fest

Die Stadt Hannover wurde am Mittwoch über die Pläne der Unternehmen informiert. Das Ordnungsamt hatte Nextbike zuvor mitgeteilt, an welchen Orten die Räder nicht platziert werden sollen. Friedhöfe gehören dazu, Parks und Grünanlagen sowie Fußgängerzonen und Veranstaltungsorte. Tauchen diese Räder trotzdem dort auf, will die Stadt Beschwerden an das Unternehmen weitergeben. Die Behörde kann nicht tätig werden und Räder etwa abräumen. Eine Sprecherin sagte, dass „die Leihräder einen Eigentümer haben und formal keine Schrotträder sind“.

Nextbike erobert Hannover offenbar im zweiten Anlauf

Das Unternehmen Nextbike schickte sich bereits vor ziemlich genau einem Jahr an, in Hannover Fuß zu fassen. Damals verschwand Obike vom Markt, der erste derartige Mietradanbieter in der Stadt. Gespräche über ein Nachfolgeabkommen zwischen Nextbike und der Stadt verliefen jedoch schleppend, so dass zunächst Mobike auf den Plan trat. Im Detail wollte sich Nextbike damals nicht zu den Gründen für das Scheitern der Verhandlungen äußern. Offenbar waren sich aber Stadt, Region und Üstra nicht einig. Nextbike scheute daher das Risiko, in der Landeshauptstadt zu investieren. Nun hat es im zweiten Anlauf offenbar geklappt.

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