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Hannover Wie sieht die Schule der Zukunft aus?
Nachrichten Hannover Wie sieht die Schule der Zukunft aus?
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00:20 28.03.2019
Begeistert von den Ideen der Teilnehmer (v.l.): der stellvertretende Leiter des Fachbereichs, Stefan Rauhaus, Claudia Bunsemann vom Planungsbüro „Planen mit Phantasie“, Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski und Thilo Scholz, Geschäftsführer des Bildungsbüros der Stadt. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

„Schön, dass man uns mal fragt“, sagt Lina (13), Achtklässlerin von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Südstadt, „sonst reden die Erwachsenen meist über uns, aber nicht mit uns.“ Einen Tag lang diskutieren rund 280 Schüler, Lehrer, Eltern und andere Interessierte über die Schule der Zukunft. Die dritte Bildungskonferenz der Stadt Hannover geht bewusst einen anderen Weg als „das übliche Kongressprogramm mit Vorträgen und anschließenden Workshops“, die Dezernentin Rita Maria Rzyski sagt. Es ist eine „Open-Space-Veranstaltung“. Diskutiert wird auf Augenhöhe, jeder darf seine Idee vorbringen, die Gruppen reden etwa 90 Minuten miteinander, dann gibt es eine neue Runde. Wer will, darf auch vorzeitig gehen. „Ein offener Format gibt es nicht“, sagt Rzyski. „Keiner sagt, wo es lang geht.“

Die Themen sind vielfältig. Es geht um digitales Lernen, Inklusion, gewaltfreie Kommunikation, Ganztagsschule, Bewegung im Klassenraum, Umweltfreundlichkeit, neue Fächer, Elternmitbestimmung, aber auch Elternzurückhaltung, den Umgang mit Flüchtlingen, die Abschaffung des Sitzenbleibens und die Frage, ob individuelles Arbeiten ohne individuelle Klassenarbeiten möglich ist.

Schüler wollen mehr Bewegung im Unterricht

Die Bildungskonferenz sei keine Konkurrenzveranstaltung zu „Bildung 2040“, diese Reihe hatte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) im vergangenen Herbst angeschoben, um über die Bildung der Zukunft zu diskutieren. „Bis 2040 wollen wir mit der Umsetzung der Ideen nicht warten“, sagt Rzyski. Möglicherweise kämen bei der Konferenz auch Vorschläge heraus, die sich schnell und praktisch umsetzen ließen. Bildungsbüro-Geschäftsführer Thilo Scholz lobt die konstruktive, angeregte Diskussion der Teilnehmer, „ganz ohne ritualisierte, ideologische Auseinandersetzungen“.

Von der Förderschule bis zum Gymnasium – Schüler ganz unterschiedlicher Schulformen sind beteiligt. Sprachlernschülerinnen der Peter-Ustinov-Schule wollen genauso von ihren Zukunftswünschen erzählen wie die Achtklässler der IGS Südstadt. Jonas (13) sagt: „Unterricht ist zu 90 Prozent am Tisch sitzen und Aufgaben aus einem Buch machen.“ Lasse (13) möchte gern mal rausgehen und das Klassenzimmer verlassen, auch Johan (13) wünscht sich mehr Bewegung. Lina erzählt, dass es in Finnland eine Schule gebe, die gar kein festes Gebäude habe, sondern überall Unterricht mache. „Soweit sind wir hier natürlich noch nicht.“ Eine Schule der Zukunft werden sie wohl selbst in ihrer Schulzeit nicht mehr erleben, meinen die 13-Jährigen, „aber vielleicht die nächste Generation“, hofft Lina.

Von Saskia Döhner

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