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Hannover Üstra macht weniger Jagd auf Schwarzfahrer
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00:16 01.02.2019
Die Kontrolleure sind nicht mehr häufig in der Stadtbahn unterwegs. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Die Zahl der erwischten Schwarzfahrer bei der Üstra ist im vergangenen Jahr stark gesunken. Bei ihren Fahrausweisprüfungen 2018 ertappten die Kontrolleure 46.221 Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis, berichtet Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Im Jahr 2017 wurden noch 63.758 Schwarzfahrer gezählt. Das bedeutet einen Rückgang um rund 27 Prozent. Gesunken ist auch die Schwarzfahrerquote – also das Verhältnis von überprüften Fahrgästen zu Schwarzfahrern. Die Quote lag im vergangenen Jahr bei 1,74 Prozent, im Vorjahr hatte sie noch 1,96 Prozent betragen.

Iwannek erklärte den starken Rückgang der Schwarzfahrer mit einem Abbau der Kontrollen. Die Üstra überprüfte im vergangenen Jahr rund mit 2,66 Millionen Fahrgästen deutlich weniger Kunden als mit 3,26 Millionen im Jahr 2017. Zum einem seien die Kontrolleure wegen zahlreicher Stadtbahnbaustellen häufig als Servicekräfte im Schienenersatzverkehr eingesetzt worden. Außerdem reagiere das Unternehmen damit auf die Kritik von Kontrolleuren an einem zu hohen Druck des Unternehmens.

Offenbar sind auch in Zukunft weniger Kontrollen bei der Üstra geplant. Möglicherweise hängt diese neue Linie mit dem Wechsel an der Vorstandsspitze zusammen. Iwannek sagte dazu lediglich, man werde die Zahlen zunächst gründlich analysieren. Es sei allerdings Ziel, dass die Üstra ein fahrgast- und mitarbeiterfreundliches Unternehmen sei.

Iwannek berichtete, auch die Zahl der Beschwerden über unfreundliche und rabiate Kontrolleure bei der Üstra sei zurückgegangen. Er bestätigte den Eindruck von Fahrgästen, dass die Prüfer Schulungen für einen freundlicheren Umgang mit den Fahrgästen durchlaufen hätten. Die Üstra hat für ihren sogenannten Prüfdienst 36 Stellen, die in 2018 aber nicht alle das ganze Jahr besetzt waren. Hinzu kommen beim Tochterunternehmen Protec rund 20 Stellen für die Fahrkartenkontrolle.

Durch die Fahrkartenkontrolle nahm die Üstra 2018 insgesamt 1,06 Millionen Euro an sogenanntem erhöhten Beförderungsentgelt ein. Das Bußgeld für Schwarzfahrer beträgt 60 Euro. Gegen 5.478 der erwischten Schwarzfahrer stellte das Unternehmen – neben dem erhöhten Beförderungsentgelt – in 2018 zusätzlich einen Strafantrag. Im Jahr 2017 waren es noch 8.016 Strafanträge. Strafanträge werden immer dann gestellt, wenn Schwarzfahrer Wiederholungstäter sind oder sie gefälschten oder manipulierten Fahrscheine erwischt werden.

Von Mathias Klein

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