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Hannover Soll sich Conti an Baukosten beteiligen?
Nachrichten Hannover Soll sich Conti an Baukosten beteiligen?
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00:16 16.12.2017
Auf den beiden Grundstücken recht und links der Hans-Böckler-Allee soll die Conti-Konzernzentrale entstehen.  Quelle: Michael Thomas
Hannover

Zusätzliche Abbiegespuren, größerer Straßenraum, geringere Wartezeit an Ampeln – auf einer der meist befahrenen Strecken Hannovers will die Stadtverwaltung den Verkehrsfluss verbessern. Die Hans-Böckler-Allee zwischen Pferdeturmkreuzung und dem Knotenpunkt Clausewitzstraße/Seligmannallee wird in den kommenden Jahren für zwei Millionen Euro ausgebaut. Der Grund liegt darin, dass die Continental AG dort ihren Hauptsitz für rund 1000 Mitarbeiter errichtet. Aus der Ratspolitik erhebt sich jetzt die Forderung, Conti an den Baukosten zu beteiligen.

„Dort, wo Conti einen unmittelbaren Nutzen aus dem Ausbau zieht, wäre eine Kostenbeteiligung sinnvoll“, sagt Grünen-Baupolitikerin Elisabeth Clausen-Muradian. Sie gehe davon aus, dass das Unternehmen einen Schritt auf die Stadtverwaltung zugeht. Ähnlicher Ansicht ist ihr Kollege von der CDU. „Conti könnte einen Teil der Bausumme übernehmen“, meint CDU-Baupolitiker Felix Balschzyk.

„Der Knotenpunkt wird für alle Verkehrsteilnehmer entlastet“

SPD und FDP halten dagegen. „Der Knotenpunkt wird für alle Verkehrsteilnehmer entlastet“, sagt SPD-Baupolitiker Lars Kelich. Im Übrigen könne man froh sein, dass sich der Weltkonzern für Hannover als Hauptsitz entschieden habe. Die FDP stimmt dem zu. „Ich halte die gesamte Verkehrsplanung für sehr durchdacht und verspreche mir viel von der neuen Ampelschaltung“, sagt FDP-Baupolitiker Wilfried Engelke.

Tatsächlich hatte auch die Stadt Garbsen dem Reifenhersteller ein Grundstück angeboten. Am Ende bekam die Landeshauptstadt den Zuschlag. Dem Vernehmen nach hat Conti den von der Stadt regulär festgesetzten Preis für das Baugrundstück zu beiden Seiten der Hans-Böckler-Allee bezahlt.

CDU und Grüne haben noch Änderungswünsche an die Planer im Rathaus. „Alle Verkehrsteilnehmer müssen berücksichtigt werden“, fordert Grünen-Ratsfrau Clausen-Muradian. Für Radler müsse sich die Überquerung der großen Kreuzung Hans-Böckler-Allee/Seligmannalle verbessern. CDU-Mann Blaschzyk fragt sich, ob die Vorfahrt der Stadtbahn in Richtung Clausewitzstraße noch aufrecht erhalten werden könne. „Mit der Vorrangschaltung sollte man flexibel umgehen“, sagt er. Blaschzyk hofft, dass während der Bauarbeiten kein Verkehrschaos ausbricht.

Immerhin soll die Hans-Böckler-Allee nach Auskunft der Bauverwaltung nicht gesperrt werden. „Aber einzelne Fahrstreifen können während der Bauzeit nicht zur Verfügung stehen“, teilt Stadtsprecherin Michaela Steigerwald mit. Erste Bauarbeiten sollen bereits im Januar beginnen. Strom- Gas- und Wasserleitungen werden verlegt. Der Neubau des zusätzlichen Fahrstreifens auf der Nordseite der Straße ist ab August 2018 vorgesehen. In 2019 wird die Südseite der Hans-Böckler-Allee erweitert. Danach folgt der Ausbau der Seligmannallee (Einmündungsdbereich). Zudem schafft die Stadt 2020 eine neue Wendemöglichkeit auf der Clausewitzstraße in Höhe Eilenriedestadion. 

Von Andreas Schinkel

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