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Hannover „Charlie Hebdo“ ist in Hannover eine Rarität
Nachrichten Hannover „Charlie Hebdo“ ist in Hannover eine Rarität
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08:49 19.01.2015
In Hannover kaum zu bekommen: Eine Ausgabe von „Charlie Hebdo“. Quelle: Miguel A. Lopes
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Hannover

„Wir hatten acht Stück. Die waren alle von Kunden vorbestellt - und somit waren wir schon ausverkauft, bevor der Verkauf des Magazins begonnen hat“, berichtet Bettina Bednarsky vom Geschäft Quickpress im Hauptbahnhof. Am ersten Verkaufstag am Sonnabend hätten sich viele Bahnreisende im Geschäft erkundigt - und seien leider leer ausgegangen. Ähnlich sah es bei den Virgin Media Stores im Bahnhof und am Flughafen aus. „Wir hatten die Ausgabe bestellt. Gekommen ist dann aber schließlich gar nichts. Dabei hätten wir am Wochenende zehn Stück pro Stunde verkaufen können“, sagte eine Mitarbeiterin des Geschäfts am Airport.

So ging es am Wochenende vielen Händlern im Land: Wegen des Massenansturms in Frankreich auf das Heft sind viele Kioske in Deutschland nur mit einer extrem limitierten Stückzahl beliefert worden, die wenigen Exemplare waren innerhalb weniger Minuten vergriffen. Auf der Internetplattform Ebay wechseln nur wenige Stunden nach Verkaufsstart die ersten Exemplare von „Charlie Hebdo“ für bis zu 100 Euro den Besitzer, ständig folgen neue Angebote. Die Preise kletterten stündlich in die Höhe.

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Ob von dem in Paris geplanten Nachdruck ein Kontingent nach Deutschland geliefert wird, ist derzeit offen. Wer am Kiosk leer ausging, kann sich das Magazin aber auch als App auf das Smartphone laden. Die aktuelle Ausgabe kostet in dieser Form 3 Euro - einen Euro weniger als in der Printversion.

Von Volker Wiedersheim

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