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Hannover „Gefährlichste Schadsoftware der Welt“: Trojaner Emotet infiziert die MHH
Nachrichten Hannover „Gefährlichste Schadsoftware der Welt“: Trojaner Emotet infiziert die MHH
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17:12 26.09.2019
Die Medizinische Hochschule (MHH). Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Gewöhnlich bekämpfen die Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) Viren, die Patienten mit Krankheiten infiziert haben. Jetzt hat es die MHH mit einem Virus zu tun, der das Computernetz der MHH infiziert hat. Wie Sprecher Stefan Zorn bestätigte, ist am Montag die Schadsoftware Emotet in das Netz der MHH eingedrungen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bezeichnete den Trojaner Emotet kürzlich als die „gefährlichste Schadsoftware der Welt“.

170 Geräte in Quarantäne

„Aktuell sind 170 Geräte infiziert und in Quarantäne genommen worden“ sagt der Sprecher. Seit Mittwochnachmittag seien keine neuen Geräte infiziert worden.

Zorn betonte am Donnerstag, dass eine Störung der Krankenversorgung nicht zu erkennen sei. Außerdem seien die Patientendaten nicht gefährdet. Die Schadsoftware Emotet erzeugt eigene Mailtexte und verschickt diese und kopiert auf infizierten Computern gefundene Mails. Der Sprecher will deshalb nicht ausschließen, dass Mails aus der MHH bekannt werden könnten. Patienteninformationen würden in der Regel jedoch nicht per Mail versendet. Wenn das doch nötig sein sollte, verschlüsselt die MHH die Mails.

Lesen Sie mehr: So schützen Sie sich vor Emotet

Schadenshöhe ist noch unklar

Die Computerexperten der MHH gehen davon aus, das Problem inzwischen im Griff zu haben. Allerdings werde es noch einige Zeit dauern, bis der Arbeitsbetrieb wieder normal laufe. Wie hoch der Schaden ist, kann die MHH noch nicht beziffern.

Emotet verbreitet sich per Mail, auch Privatleute sind betroffen. Dort hat es Emotet auf die Daten für das Online-Banking abgesehen. Bei Firmen und Institutionen kommt es nach erfolgreichen Angriffen oft zu Lösegelforderungen. Erst vor wenigen Tagen hatte Emotet das Rathaus Neustadt infiziert. Mehrere Tage lang war die Behörde dadurch fast komplett lahmgelegt.

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