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Hannover So (schlecht) war das Wetter 2017 in Hannover wirklich
Nachrichten Hannover So (schlecht) war das Wetter 2017 in Hannover wirklich
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15:43 05.08.2019
Im Sommer kam es in Hannover und im Umland immer wieder zu hefigen Regenfällen.  Quelle: dpa
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Hannover

Blitzeis, Stürme, Starkregen, Hochwasser – das Jahr 2017 konnte viele außergewöhnliche Wetterphänomene aufbieten. Allerdings blieben die zwei beliebtesten Wetterextreme aus: Ein schöner, sonniger Sommer und ein bisschen mehr Schnee, am besten zu Weihnachten. Wir blicken zurück auf ein besonderes Wetterjahr.

Blitzeis im Januar: Das neue Jahr ist gerade erst ein paar Tage alt, als Blitzeis an einem Sonnabend zu chaotischen Zuständen in der Region führt. Regen war auf den gefrorenen Boden gefallen und dort sofort zu einer spiegelglatten Eisschicht gefroren. Im Minutentakt kommt es zu Autounfällen, Fußgänger können sich an vielen Stellen nur noch auf allen Vieren fortbewegen, Üstra und Regiobus stellen den Busverkehr ein, in den Krankenhäusern sind die Ärzte mit der Behandlung von Knochenbrüchen und Prellungen nach Stürzen im Dauereinsatz. Bei Hemmingen stirbt ein Autofahrer, nachdem sein Wagen auf der spiegelglatten Straße gegen einen Baum geprallt ist. 

Überflutungen im Juni: Es kam alles völlig unerwartet. Am 19. Juni, beginnt der Tag schon fast mit tropischen Temperaturen. Um 5.30 Uhr misst das Thermometer des Deutschen Wetterdienstes 20 Grad. Und es geht so weiter. In den Nachmittagsstunden messen die Wetterexperten dann 33 Grad. An den beiden darauffolgenden Tagen ist es ähnlich heiß. Der Hannoveraner verlegt tagsüber, so gut es ging, sein Leben nach draußen. Und in den Nächten finden viele wegen der Hitze nicht in den Schlaf. Es sind noch keine Sommerferien, aber die Freibäder melden die ersten Rekordtage des Sommers. Es sollten übrigens auch fast die einzigen bleiben.

Aber dann ist es mit dem schönen Wetter schlagartig vorbei. Am vierten Tag setzt am Nachmittag schlagartig heftiger Starkregen ein, ein schweres Unwetter zieht über Stadt und Umland. Innerhalb weniger Minuten sind in Hannover mehr als 25 Liter Regen pro Quadratmeter runter gekommen, es schüttet regelrecht wie aus Eimern. Die Regenmenge entspricht ungefähr einem Drittel der sonst üblichen Regenmenge im gesamten Juni. Regionsweit muss die Feuerwehr 600-Mal ausrücken. Zahlreiche Straßen sind durch den Sturzregen überflutet, Keller stehen unter Wasser, entwurzelte Bäume versperren Straßen, weil mit dem Regen auch ein Sturm über die Region hinweggezogen ist.

Sturm im Oktober: Ein zerstörerisches Sturmtief namens „Xavier“ fegt Anfang Oktober über Norddeutschland , mit Geschwindigkeiten von bis zu 113 km/h. Umgestürzte Bäume sorgen für erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr. Einige Strecken bleiben tagelang gesperrt. Am hannoverschen Hauptbahnhof sind rund 10.000 Reisende gestrandet. Die Bahn stellt Züge zum Übernachten bereiten, die Johanniter verteilten warme Getränke und Essen. In Hannover kommt der Autoverkehr zweitweise zum Erliegen, die Stadtbahn stellt den Verkehr vorübergehend ein. Die Stadt sperrt die Eilenriede, im Umland stürzen Bäume auf Wohnhäuser. 

Schnee im Dezember: Autofahrer bekommen einen panischen Blick, Kinder leuchtende Augen. In der ersten Dezemberhälfte schneit es zweimal kräftiger, der Schnee bleibt allerdings nicht länger liegen. Trotzdem, Kinder bauten Schneemänner, bewerfen sich und betteln, den Schlitten aus dem Keller oder vom Dachboden zu holen. Der Winterdienst von Aha ist dagegen reichlich beschäftigt. Und die Feuerwehr befreit auf dem Schützenplatz das Zelt des Weihnachtszirkusses vom Schnee, weil es die Schneelast nicht mehr halten konnte. 

Und der Sommer? Die einen sagen so, die anderen sagen so. Aus Sicht der Meteorologen war der Sommer 2017 recht durchschnittlich, eben ein ziemlich normaler mitteleuropäischer Sommer. Die Regionsbewohner sehen das allerdings anders und sprechen eher von einem miserablen Sommer. 

Ein nasses, trübes Jahr: Insgesamt war das Jahr im Vergleich zum langjährigen Mittel zu nass und zu wenig sonnig. Beispielsweise fiel im Juli 260 Prozent mehr Regen als im Durchschnitt. Bis auf den Dezember war insgesamt die zweite Jahreshälfte zu nass, während von Januar bis Mai weniger Niederschlag aus den Wolken kam, als sonst üblich. Von Januar bis Mai listeten die Meteorologen eine fast durchschnittliche Zahl der Sonnenstunden auf, in der zweiten Jahreshälfte dagegen gab es deutlich weniger Sonnenstunden als im langjährigen Mittel. Besonderes extreme Ausreißer sind der November mit nur 52 Prozent und der Dezember mit gerade einmal etwa 20 Prozent.

Von Mathias Klein

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