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Hannover Das ist die Ausstellung "Made in Germany Drei"
Nachrichten Hannover Das ist die Ausstellung "Made in Germany Drei"
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20:58 08.08.2017
Von Daniel Alexander Schacht
Nomadenhaft: Rauminstallation von Sofia Duchovny. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Sechs Gurte halten sieben Stangen in gekrümmter Form, Netzstoff überzieht bloß einen Teil dieser Krümmung, sodass ein nur halb verschlossener Ort entsteht. Ja, sind wir denn in einer Campingausstellung?

Sicher ist: Dies ist kein Zelt von der Stange, sondern ein Unikat, ein Kunstwerk. Und sicher ist auch: Geborgenheit sieht anders aus. Verweist die raumgreifende Installation auf die Schutzlosigkeit von Flüchtlingen? Oder gar auf die Unbehaustheit des Menschen schlechthin, indem sie einen Schutzraum bloß andeutet?

„Ich führe selbst ein nomadenhaftes Leben“, sagt die 1988 in Moskau geborene Sofia Duchovny, Schöpferin dieser Rauminstallation. Sie wechsele alle drei Monate die Bleibe, wenn auch nur in Berlin, sagt sie. Das sei Teil ihrer Identität. Duchovny ist eine der Künstlerinnen, die der Kunstverein jetzt ausstellt - als dritte Gruppe der neun Nachwuchskünstler aus dem Berlin Program for Artists im Rahmen von „Made in Germany Drei “.

Um Identitäten geht es auch bei den zwei anderen künstlerischen Positionen. Von Johanna Klingler, Jahrgang 1988, stammen drei Skulpturen, die nur im Namen an ihre Grundidee erinnern: „Friendly Chairs“ heißen die teils mit Garn verbundenen Holzstöcke, die in Keramikfüßen stecken, die Identität einer Sitzgelegenheit ist hier in Auflösung.

Sichtbarer wird das Forschen nach Identitäten in den zehn Fotoarbeiten von Miriam Yammad, die „Self Portrait“ heißen - und Frauen zeigen, die der Künstlerin verblüffend ähnlich sind. Dumm nur, dass das bloß merkt, wer Yammad kennt - denn keines der Konterfeis zeigt die 1979 in Freiburg geborene Künstlerin.

Berlin Program for Artists

Bis 3. September im Kunstverein, Sophienstraße 2

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