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Hannover „Begeisterung weicht Ernüchterung“: Braucht Hannover mehr Kontrollen von E-Scootern?
Nachrichten Hannover „Begeisterung weicht Ernüchterung“: Braucht Hannover mehr Kontrollen von E-Scootern?
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19:03 29.09.2019
Umstritten: E-Scooter in Hannover. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Binnen weniger Monate haben sie das Straßenbild verändert – und die Abläufe im Straßenverkehr ebenso. Seit der Zulassung von E-Scootern in Deutschland vor drei Monaten registrierte die Polizei allein in Hannover bereits 114 Verstöße und 15 Unfälle mit den Elektrorollern. Jetzt hat sich der Rat mit den neuen Verkehrsmitteln beschäftigt.

„Kein Ersatz für klassische Formen der Mobilität“

„Die anfängliche Begeisterung ist einer gewissen Ernüchterung gewichen“, sagt Jens Böning von der Wählergemeinschaft Die Hannoveraner. Er konstatierte eine „regelrechte E-Scooter-Schwemme“ . Immer wieder führen Nutzer auf Fußwegen, obwohl sie dies nicht dürften. „Es wären mehr Kontrollen als bisher sinnvoll, auch durch den städtischen Ordnungsdienst“, forderte er. Außerdem müsse die Verwaltung klar umrissene Abstellstandorte festlegen.

„Klassische Formen der Mobilität können durch die Scooter nicht ersetzt werden“, sagt Lars Kelich (SPD). Oft würden Leihroller schon nach wenigen Monaten verschrottet – sie seien Teil einer Wegwerfgesellschaft. Kelich forderte den Ausbau von Radwegen und öffentlichem Nahverkehr (ÖPNV). Felix Semper (CDU) riet indes zu mehr Gelassenheit. Die Scooter könnten ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende sein und das Bewusstsein für schadstoffarme Mobilität schärfen.

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So fährt sich ein E-Roller

Grüne für E-Scooter

Für die Grünen forderte Elisabeth Clausen-Muradian, der neuen Technologie eine Chance zu geben: Die Scooter seien umweltfreundliche Verkehrsmittel – mit einer Kilowattstunde Strom kämen sie im Schnitt etwa 40-mal so weit wie ein Pkw. Während die AfD die Umweltfreundlichkeit der teils in China gefertigten Roller bezweifelte, plädierte Bruno Adam Wolf (Piraten) gegen die Verteufelung der Roller. Die ökologischste Form der Mobilität bleibe aber der ÖPNV.

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