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Hannover Diakovere baut zwei neue Kliniken für 85 Millionen Euro
Nachrichten Hannover Diakovere baut zwei neue Kliniken für 85 Millionen Euro
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00:18 07.10.2017
Von Juliane Kaune
Auf der Freifläche des Kinderkrankenhauses auf der Bult soll das neue Mutter-Kind-Zentrum von Diakovere entstehen. Quelle: Michael Wallmüller/Architektengruppe Schweitzer
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Hannover

Die Förderbescheide überbrachte Sozialministerin Cornelia Rundt am Montag persönlich. "Das ist eine Investition in zukunftsfähige Strukturen", erklärte sie. Die Summe stammt aus einem Sondertopf des Ministeriums für Investitionen in Krankenhäusern. Baustart für beide Projekte soll im Herbst 2018 sein. Diakovere-Geschäftsführer Mathias Winkelhake rechnet  mit einer Bauzeit von zwei bis zweieinhalb Jahren. 

Mutter-Kind-Zentrum: Geplant ist, auf dem Gelände des Kinderkrankenhauses auf der Bult eine moderne Klinik für werdende Mütter zu errichten, in der die Diakovere-Geburtskliniken der Henriettenstiftung und des Friedrikenstifts unter einem Dach zusammengelegt werden. Das soll auch der neue Name des Zentrums deutlich manchen: Es wird Henrike heißen. Die beiden bisherigen Klinikstandorte in Kirchrode und der Calenberger Neustadt werden aufgegeben. Schon jetzt übernehmen die Spezialisten auf der Bult die Versorgung von Frühgeborenen aus den beiden Diakovere-Häusern.

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Das 4000 Quadratmeter große Mutter-Kind-Zentrum bekommt neun Kreißsäle und 41 Patientenzimmer mit 79 Betten. Hinzu kommen zwei Operationssäle, in denen Neugeborene bei Komplikationen versorgt werden. Auch eine Elternschule, in der die werdenden Mütter und Väter auf die Geburt vorbereitet werden, findet in dem Neubau Platz. Ausgelegt ist die Klinik auf bis zu 4500 Geburten jährlich - 500 Babys mehr, als bisher in den Diakovere-Geburtskliniken zur Welt kommen.

Das Mutter-Kind-Zentrum wird im Eingangsbereich der Bult-Klinik gebaut und fügt sich an die bestehenden Bauten an, wie das Modell zeigt. Quelle: AEP Architekten Eggert Generalplaner

Nach längeren Überlegungen wurde entschieden, das Zentrum direkt am heutigen Eingangsbereich der Bult-Klinik zu errichten. Die dortige Grün- und Freifläche wird überbaut, der dreigeschossige Neubau erstreckt sich entlang der Janusz-Korczak-Allee und wird teilweise auf das bestehende Gebäude der Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgesetzt. "Das Krankenhaus auf der Bult bekommt eine ganz neue Eingangshalle, von dort aus werden die Patienten zur Geburtshilfe, in die Kinderklinik oder in die Kinder- und Jungendpsychiatrie weitergeleitet", erklärt Winkelhake.

"Das Projekt ist für uns eine fantastische Kooperation mit Diakovere", sagt Amalie von Schintling-Horny, Sprecherin des Krankenhauses auf der Bult. Gleichwohl müssen sich die Bult-Patienten in der Bauphase auf Veränderungen einstellen: Intensivstation, somatische Tagesklinik und große Bereiche der Psychiatrie werden vorübergehend in ein zurzeit leerstehendes Gebäude auf dem Klinikareal verlegt. "Sorgen bereitet uns  die künftige Parkplatzsituation", sagt Schintling-Horny. Schon jetzt gebe es nicht genug Stellflächen.

Unfallchirurgie und Notaufnahme: Das zweite Diakovere-Projekt ist ein 11000 Quadratmeter großer Um- und Erweiterungsbau für die Unfallchirurgie und die Notaufnahme des Friederikenstifts, der auf dem Klinikgelände in der Humboldtstraße entsteht. An diesen Standort wird auch die Handchirurgie verlagert, die noch in der Marienstraße untergebracht ist; das dortige Klinikgebäude gibt Diakovere auf.

So soll der Erweiterungsbau des Friederikenstifts auf dem Areal an der Humboldtstraße aussehen. Quelle: Architektengruppe Schweitzer

Für den fünfgeschossigen Neubau ist ein Eckgrundstück nahe der Feuerwache reserviert, die bestehenden Zweckbauten werden abgerissen. Für alle Bereiche der Unfallchirurgie stehen künftig elf Operationssäle zur Verfügung, auf dem Dach wird es einen Hubschrauberlandeplatz geben. Allein für die zentrale Notaufnahme ist eine Fläche von 755 Quadratmetern vorgesehen. Die Planer rechnen zunächst mit rund 100 Betten, verteilt auf zwei Stationen. 

Diakovere-Geschäftsführer Winkelhake sagte, beide Projekte seien Teil des Konzeptes, medizinische Schwerpunkte zu bilden und die Standorte zu konzentrieren: "So können wir die Patientenversorgung in der Region Hannover spürbar verbessern." Aufsichtsratschef Hans Ulrich Anke sprach von einem "Meilenstein". Neben den 70 Millionen Euro, die vom Land kommen, muss Diakovere etwa 15 Millionen Euro aus dem eigenen Budget beisteuern.

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