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Hannover Klinikbetreiber will auch Altenpfleger besser bezahlen
Nachrichten Hannover Klinikbetreiber will auch Altenpfleger besser bezahlen
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18:08 09.07.2019
Geschäftsführer Uwe Mletzko (von links), Geschäftsführungschef Stefan David, Aufsichtsratschef Hans Ulrich Anke, Geschäftsführer Mathias Winkelhake und Geschäftsführer Ulrich Spielmann stellen das Diakovere-Jahresergebnis vor. Quelle: Irving Villegas
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Hannover

Im Wettbewerb um Pflegekräfte für Krankenhäuser sieht sich das evangelische Unternehmen Diakovere in Hannover gegenüber anderen Klinikbetreibern im Vorteil. „Wir haben den besten Tarif für Pflegekräfte“ sagte der Vorsitzende der Diakovere-Geschäftsführung, Stefan David, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresergebnisses in Hannover.

Jobs sollen für Pflegekräfte attraktiver werden

David begründete das mit dem Ergebnis der jüngsten Tarifeinigung für die Mitarbeiter der Diakonie in Niedersachsen. Examinierte Pflegekräfte, die auf den Krankenstationen arbeiten, seien deutlich aufgewertet worden, berichtet er. „Uns ist es wichtig, dass Pflege anständig bezahlt wird“, betont David. Er kündigte an, Diakovere strebe auch für die Altenpflege ähnliche Tarife wie in den Kliniken an. Außerdem strenge sich das Unternehmen an, die Attraktivität für die Mitarbeiter in der Pflege zu steigern. Dazu gehörten unter anderem Sportangebote und eine besondere Gesundheitsfürsorge.

„Für gute Arbeit brauchen wir gute Leute, die gutes Geld verdienen“, betonte der Diakovere-Aufsichtsratschef Hans Ulrich Anke. Es sei für das Unternehmen wichtig, dass Patienten in den Kliniken und Betreute in den Heimen mit besonderer Zuwendung im Geist christlicher Nächstenliebe behandelt würden.

40 Vollzeitstellen unbesetzt

Allerdings sind auch bei Diakovere, zu dem die Krankenhäuser Annastift, Friederikenstift und Henriettenstift gehören, Stellen unbesetzt. Derzeit seien 40 Vollzeitstellen frei, berichtet der für die Krankenhäuser zuständige Geschäftsführer Mathias Winkelhake. Insgesamt gibt es in den drei Krankenhäusern rund 1800 Vollzeitstellen im Pflegebereich.

Diakovere hat im vergangenen Jahr mit einem Plus von 1,1 Millionen Euro abgeschlossen, 0,6 Millionen Euro weniger, als im Vorjahr. Allerdings machte der Krankenhausbereich 2018 ein Minus von 1,6 Millionen Euro. Insgesamt machte das Unternehmen einen Umsatz von 345 Millionen Euro, eine Steigerung im Vergleich 2017 um 14 Millionen Euro. „Es bleibt finanziell knapp, aber die positive Entwicklung geht weiter“, kommentierte Anke.

Große Investitionen in den nächsten Jahren

In den nächsten Jahren stehen für Diakovere drei große Investitionen an. Noch in den kommenden Wochen soll mit den vorbereitenden Arbeiten für das Mutter-Kind-Zentrum Henrike am Kinderkrankenhaus Auf der Bult begonnen werden. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2022 geplant, allerdings liegt die Baugenehmigung der Stadt noch nicht vor. Die Kosten liegen bei rund 35 Millionen Euro. Auch für den Um- und teilweisen Neubau des Friederikenstifts gibt es noch keine Baugenehmigung, die Kosten für das Projekt, dessen Fertigstellung für das Jahr 2023 anvisiert ist, werden auf 45 Millionen Euro geschätzt.

Mit noch einmal 30 Millionen Euro beteiligt sich Diakovere am „Vitalquartier“, das derzeit am Annastift in Mittelfeld gebaut wird. Geplant sind dort rund 1000 Wohnungen, Diakovere plant innerhalb des Quartiers unter anderem ein Wohnprojekt für rund 100 Menschen mit Beeinträchtigungen sowie eine Kita.

Von Mathias Klein

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