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Hannover „Fahrverbot für Diesel sorgt nicht für weniger Autos“
Nachrichten Hannover „Fahrverbot für Diesel sorgt nicht für weniger Autos“
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20:00 19.04.2018
Das Podium diskutiert über Fahrverbote. Quelle: Sedelies
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Hannover

 In einem waren sich die Diskussionsteilnehmer beim HAZ-Forum einig: Dieselfahrverbot hin oder her – mittel- und langfristig braucht es eine Verkehrswende, ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept für die Stadt, denn die Gesundheit der Bürger ist oberstes Gebot. Auf dem prominent besetzen Podium stellten sich den HAZ-Lesern Oberbürgermeister Stefan Schostok, der kürzlich ein Dieselfahrverbot als ultima ratio für die Stadt in Betracht gezogen hatte. „Ein abstraktes Fahrverbot für alle Dieselfahrzeuge“, sagte er nun, „wäre eine Katastrophe für Hannover. Ich bin gegen solche radikalen Schnitte, die für Kollateralschäden sorgen, von den wir uns lange nicht erholen würden.“ 

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies warnte vor einer Problemverlagerung: „Ein Fahrverbot für Diesel heißt: Mehr Benziner. Das macht keinen Sinn.“ Christian Reinicke, Generalsyndikus des ADAC, plädierte dafür, die Mobilität als solche unbedingt zu erhalten, allerdings auf einer breiten Basis. Susanne Schmitt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen, sprach für die gewerblichen Betriebe. „Für die würde ein Fahrverbot ein echter Vermögensverlust und eine Wertvernichtung bedeuten. Die haben nach der CO2-Diskussion von Benzin auf Diesel umgestellt, die darf man jetzt nicht bestrafen.“ 

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Arne Käthner vom Umweltbündnis HannovAir Connection gab zu bedenken, dass das von Dieselfahrzeugen ausgestoßene Stickstoffdioxid in Stoßzeiten den angegebenen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft deutlich überschreite. Den HAZ-Ticker zur Diskussion gibt es hier zum Nachlesen. 

Der Liveticker zur Diskussion:

Von jan