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Hannover Schützenfest 2019: Rund 250.000 Besucher weniger als im Vorjahr
Nachrichten Hannover Schützenfest 2019: Rund 250.000 Besucher weniger als im Vorjahr
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16:46 07.07.2019
Rappelvoll ist der Festplatz in diesem Jahr selten. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Die Veranstalter hatten sich mehr erhofft: Nur rund 850.000 Besucher sind in diesem Jahr zum Schützenfest gekommen. „Die Bilanz ist durchwachsen, wir waren von mehr Zuschauern ausgegangen“, sagte Schützenpräsident Paul-Eric Stolle am Sonntag. Als Ursache sieht er das schlechte Wetter: Am ersten Wochenende hielt die Hitze mit Temperaturen von mehr als 30 Grad die Besucher fern, am zweiten Wochenende regnete es am Sonnabendnachmittag. „Ich haben noch nie in meiner Schützenjacke so geschwitzt und so gefroren wie in diesem Jahr“, sagte der Schützenpräsident. „Aber wir sind nun mal open-air und damit wetterabhängig.“ Er hoffe, die Zahl im nächsten Jahr wieder deutlich zu überbieten und eine Besucherzahl im Millionenbereich wie zuletzt 2018 zu erreichen.

Schausteller: „Das war ärgerlich“

„Auch wir haben den Umsatzeinbruch gemerkt, das war natürlich ärgerlich“, sagte Kevin Kratzsch, Vize-Präsident des Deutschen Schaustellerbundes. Dennoch sei die Stimmung bei den Schaustellern gut, da der Platz bei gutem Wetter voll gewesen sei. „Wir haben gemerkt, dass das Schützenfest wieder auf dem Weg ist, ein Fest für die Hannoveraner zu werden – sie stehen wieder zu ihrem Fest“, sagte Kratzsch. Und auch die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette lobte: „Die Stimmung und die Atmosphäre haben der Hitze in nichts nachgestanden.“

Insgesamt zufrieden mit dem Schützenfest ist Polizeieinsatzleiterin Nurhan Brune. Die Zahl der Straftaten ist von 67 im vergangenen Jahr auf 56 zurückgegangen. Es habe deutlich weniger Diebstähle auf dem diesjährigen Schützenfest gegeben, und die Beamten mussten nur knapp 70 Platzverweise aussprechen, bilanzierte Brune. 2018 waren es noch rund 120 Platzverweise gewesen. Dennoch habe die Polizei auch eine zunehmende Aggressivität registriert – häufig bei betrunkenen Besuchern. „Sorgen macht uns, dass es in diesem Jahr einen höheren Anteil an Widerständen gegen Vollstreckungsbeamte gegeben hat“, sagte sie – die Zahl ist von drei Fällen im vergangenen Jahr auf zehn Fälle gestiegen.

Niedersachsendorf kommt nicht an

Die ehrenamtlichen Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes hatten besonders am heißen Ausmarschtag zutun: Allein an diesem Tag mussten sie 160 Menschen auf dem Festplatz versorgen, während des gesamten Festes waren es 307. „Die Hauptgründe waren Kreislaufprobleme und Alkohol“, sagte DRK-Gesamteinsatzleiter Florian Peters.

Neu auf dem diesjährigen Schützenfest war das Niedersachsendorf mit regionalen Produkten von Kaffee über Wildbratwurst bis Matjes. „Da hatten wir uns richtig viel versprochen, aber es ist leider nicht ganz so angenommen worden, wie wir uns das erhofft hatten“, sagte Stolle. Mit überarbeitetem Konzept solle es das Angebot trotzdem auch im nächsten Jahr wieder geben.

Bruchmeister sammeln Spenden

8.600 Euro haben die Bruchmeister gesammelt. Quelle: Samantha Franson

Die vier Bruchmeister haben auch in diesem Jahr für den guten Zweck gesammelt. Die Aktion von Torben Völksen, Johannes Schnabel, Dominik Bulitta und Clemens Kivelitz am Kröpcke brachte 8.600 Euro. Der Erlös kommt dem Verein INTENSIVkinder zuhause Niedersachsen e.V. zugute, der Eltern bei der häuslichen Pflege von intensivpflegebedürftigen Kindern unterstützt.

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