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Hannover Die Reise in die E-Mobilität hat begonnen
Nachrichten Hannover Die Reise in die E-Mobilität hat begonnen
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00:19 26.11.2018
Das Leihauto wird in Gehrden übergeben: Julius Herzig (v.l.), Eva Herzig, Michael Veit und Guido Heidloff-Herzig. Quelle: Michael Zgoll
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Gehrden

Der Ausflug in die Welt der Elektromobilität kann beginnen: Familie Herzig aus Gehrden hat den VW Passat GTE übergeben bekommen, den sie eine Woche lang auf Herz und Nieren testen wird. Michael Veit hat das Hybrid-Fahrzeug aus Wolfsburg überführt, und als er vor der Garage ein wenig rangiert – natürlich mit Elektroantrieb – werden bereits die ersten Kommentare laut. „Ist voll cool, den hört man gar nicht“, meint der zwölfjährige Julius. Und Eva Herzig (47) ergänzt: „Ist ja verrückt, wie leise der ist.“ Doch müsse man nun wohl besonders vorsichtig sein, wenn man aus kleinen Gassen auf größere Straßen einbiege: „Radfahrer hören dieses Auto ja gar nicht.“

Der Passat GTE bekommt zum ersten Mal Strom aus der Garage der Familie Herzig. Quelle: Michael Zgoll

Die Familie aus Gehrden hatte sich beim Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) beworben, eine Woche lang einen Plug-in-Hybrid testen zu dürfen, und geht nun für die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) auf Reisen – in der Region Hannover und über Land. Für weitere neun Zeitungen des RND wurden aus dem Topf von 1700 Bewerbern eine Reihe anderer Testpersonen ausgewählt.

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Michael Veit zeigt den erwartungsfrohen Herzigs natürlich schwerpunktmäßig die Anschlüsse und Anzeigen, die mit dem E-Antrieb zusammenhängen. Die Steckdose zum Laden etwa befindet sich im Kühlergrill, und wenn der Passat abgeschlossen ist, kann man das Kabel nicht mehr entfernen. „Das ist ein Diebstahlschutz“, erläutert Veit.

Guido Heidloff-Herzig (l.) bekommt von Michael Veit die Ladeanzeigen erklärt. Quelle: Michael Zgoll

Natürlich will Guido Heidloff-Herzig (47) auch gleich wissen, ob das Laden über die Garagensteckdose funktioniert. Das knallgelbe Kabel ist fünf Meter lang, das reicht. Und wenn alle Lämpchen grün leuchten, fließt der Strom. Unterwegs kann man den Akku mithilfe des Verbrennungsmotors aufladen oder an einer Elektro-Ladesäule stoppen. „Sie müssen sich aber eine spezielle App auf ihr Handy laden“, sagt Veit, „damit Sie sehen können, wo Sie Strom tanken können.“ Es gibt noch viele verschiedene Systeme und Ladekarten, darum ist dieser Hinweis wichtig.

Ein Fall für sich ist das Cockpit. Die Herzigs werden von den vielen Anzeigen und Einstellmöglichkeiten zunächst einmal erschlagen. „Aber das kriegen Sie schon hin“, beruhigt Veit. So zeigt er der dreiköpfigen Testfamilie auch, wo man den Ladezustand des Akkus und den Stromverbrauch ablesen kann. „Im Misch-Modus fährt das Auto etwa bis Tempo 30 elektrisch, dann wird der Verbrenner eingeschaltet“, erläutert der VW-Mitarbeiter.

Hier wird der Stecker ins Auto gestöpselt. Quelle: Michael Zgoll

Während der Einweisung halten mehrere vorbeifahrende Anlieger an und geben nette Kommentare zur Fahrzeugübergabe ab. „In den nächsten Tagen wollen einige Leute aus der Nachbarschaft vorbeikommen und sich das Hybridauto angucken“, erzählt Eva Herzig, „es hat sich rumgesprochen, dass wir diesen Wagen testen.“ Gespannt werden die Nachbarn sicher auch sein, was die HAZ-Leser in ihrem Test-Fahrtenbuch vermerken: Wie viel und unter welchen Bedingungen sie mit Strom gefahren sind, wie sich das Einschalten von mehreren Verbrauchern wie Heizung, Gebläse, Scheinwerfern und Scheibenwischer auf die Batterie ausgewirkt hat – und ob sie einen Plug-in-Hybrid für das richtige Fahrzeug halten, um damit den mobilen Alltag wie auch Urlaubsreisen zu bewältigen.

Von Michael Zgoll

23.11.2018
23.11.2018