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Hannover Enercity plant 600 Ladepunkte für E-Autos
Nachrichten Hannover Enercity plant 600 Ladepunkte für E-Autos
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16:49 06.11.2017
Ladestation von Enercity Quelle: Kutter
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Hannover

Enercity will Hannover zur Region mit der bundesweit besten Infrastruktur für E-Mobilität machen. Bis Ende 2020 werde man 600 Ladepunkte für E-Autos anbieten, kündigte Susanna Zapreva, Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke, am Montag an. Ziel sei eine Dichte von 9 bis 10 Ladepunkten pro 10.000 Einwohner. Das übertreffe die bisher bekannten Ausbauziele anderer deutscher Städte. "Wir wollen deutschlandweit die Nummer Eins werden", sagte Zapreva.

Laut Enercity werden die neuen Ladesäulen im Durchschnitt zwei Ladepunkte bieten. Es soll also rund 300 Säulen geben. Der Großteil davon soll im "halböffentlichen" Bereich liegen, also zum Beispiel in Parkhäusern oder auf den Parkplätzen von Supermärkten. "Diese Standorte eignen sich gut, weil es dort Verweilzeiten gibt", erklärte Zapreva.

Ladesäulen für Hotels und Supermärkte

Bislang gibt es in der Region Hannover knapp 100 Ladepunkte und damit rund 1 pro 10.000 Einwohner. Rund die Hälfte davon wird von Enercity betrieben. Rund 280 neue Ladepunkte will Enercity bereits im Jahr 2018 installieren. Wo genau, das steht allerdings zum Großteil noch nicht fest: Man bespreche die Standorte zurzeit mit Partnern, erklärte Zapreva. Für Hotels, Supermärkte, Parkplatzbetreiber und weitere Branchen habe man Komplettlösungen entwickelt.

E-Auto-Fahrer sollen an den Ladesäulen unter anderen per Karte und App zahlen können. "Es werden alle Bedürfnisse abgedeckt", versicherte Zapreva. Privatkunden werde man mehrere neue Tarife für die E-Mobilität anbieten, auch für das europaweite Stromtanken bei anderen Anbietern.

Enercity will "über 10 Millionen Euro" in den Ausbau investieren. Laut Zapreva soll die E-Mobilität kein Zuschussgeschäft werden: "Wir gehen davon aus, dass wir einen positiven Businessplan bekommen", sagte sie. In den nächsten drei Jahren seien zweistellige Millionenumsätze angestrebt.

Ladesäulen lösen das Stickoxidproblem nicht kurzfristig

Hannovers Oberbürgermeister und Stadtwerke-Aufsichtsrat Stefan Schostok bezeichnete die Enercity-Pläne als "schlagkräftiges Paket", das exakt in die Mobilitätsstrategie der Stadt passe. Die geplanten Ladesäulen gehörten zu den mittelfristig wirksamen Maßnahmen im Luftreinhaltungsplan der Stadt. Kurzfristig werden man die Diesel-Stickoxid-Probleme dadurch aber nicht lösen. Die Auswirkungen im Jahr 2018 seien "sehr gering".

Schostok kündigte an, in Kürze eine Ausschreibung für Ladesäulen im öffentlichen Raum zu veröffentlichen. Enercity könne sich dann wie jedes andere Unternehmen um diese Standorte bewerben. Dabei gehe es auch um dicht besiedelte Wohnviertel. "Wir wollen nicht, dass die Leute in ein paar Jahren ihre Ladekabel aus dem Küchenfenster nach unten werfen müssen."

Von Christian Wölbert

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