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Hannover Entsteht hier ein Fachmarktzentrum mit Supermarkt?
Nachrichten Hannover Entsteht hier ein Fachmarktzentrum mit Supermarkt?
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00:15 09.02.2017
Noch ist hier Grünland – bald könnte in der Schwarzen Heide die Neubausiedlung deutlich erweitert werden. Der Investor hat bereits einen Antrag für seine Pläne im Rathaus gestellt. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und der FDP will überraschend in Stöcken die Neubausiedlung Schwarze Heide erweitern. Ist es Zufall, dass zeitgleich die Pläne eines Investors aus dem Kölner Raum bekannt werden, dort ein Fachmarktzentrum mit Supermarkt anzusiedeln? Die Investition lohnt sich offenbar vor allem dann, wenn mehr Wohnhäuser entstehen.

„Standort sehen wir positiv“

Der neue Supermarkt an der Stelinger Straße ist offenbar bereits bei der Stadt beantragt, die Einzelhandelskette Norma bestätigt, als Betreiber dort einzuziehen. „Den Standort Schwarze Heide sehen wir sehr positiv. Unser Ziel ist es, uns in Niedersachsen weiterzuentwickeln“, sagt Norma-Expansionsleiter Ingo Franke. Der Kölner Investor Joachim Wollny befindet sich nach eigenen Angaben zudem in Kaufverhandlungen für ein benachbartes zweites Grundstück. Dort sollen ein Fachmarktzentrum mit China-Restaurant, Büros und möglicherweise Pflege- oder medizinischem Angebot einziehen. Konkrete Mietinteressenten gebe es für das erweiterte Vorhaben noch keine.

Die Stadtverwaltung hatte zuvor jahrelang vergeblich nach einem Nahversorger gesucht, der das Neubaugebiet Schwarze Heide rückwärtig von VW-Nutzfahrzeuge (VWN) versorgt. Etwa 1400 Bewohner leben dort, doch das Areal schien lange Zeit uninteressant für Supermarktbetreiber - weil die Zahl der Bewohner im Einzugsgebiet nicht groß genug ist für eine Ansiedlung.

Investor Wollny erklärt, dass er sich in Gesprächen mit der Stadt für die zusätzliche Wohnbebauung ausgesprochen hat. „Ich habe immer gesagt, dass zu wenig Speck am Standort war“, sagt Wollny, der nach eigenen Angaben bundesweit vergleichbare Standorte entwickelt. Ein zusätzliches Quartier westlich der Stelinger Straße würde seiner Ansicht nach mehr Kundennachfrage vor Ort generieren und gleichzeitig den Eindruck vermeiden, die Schwarze Heide läge im Nirgendwo.

„Da ist kein Zusammenhang“

Lars Kelich, baupolitischer Sprecher der Rats-SPD, verteidigt die Siedlungserweiterung als genuine Idee seiner Partei. „Da gibt es keinen Zusammenhang mit dem Supermarktbau“, so Kelich. Die rot-grün-gelbe Ratsmehrheit einigte sich jüngst auf einen Antrag, der die Entwicklung von etwa 50 Hektar Brachland entlang der Stelinger Straße vorsieht. Das Quartier wäre größer als die bestehende Schwarze Heide.

Naturschützer sorgen sich um Libelle und Farn

Die Naturschutzverbände Nabu und BUND kritisieren die Forderung von SPD und FDP, in der Schwarzen Heide weitere Baugebiete zuzulassen. Dies gefährde die Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten und nehme den Menschen ein Erholungsgebiet. „Noch dominieren schöne alte Stieleichen, baumreiche Alleen und Hecken die Szenerie“, sagt Georg Wilhelm vom BUND Region Hannover. Nicht nur die Laubfrösche seien in der Schwarzen Heide schützenswert, sondern auch viele Vogel- und 22 Libellenarten sowie seltene Pflanzen wie der Pillenfarn. Wer sich über naturschutzfachliche Bewertungen und raumplanerische Vorgaben hinwegsetze, so Wilhelm, führe die Regionalplanung ad absurdum.

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