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Hannover Grüne Europakandidatinnen stellen sich der Parteibasis vor
Nachrichten Hannover Grüne Europakandidatinnen stellen sich der Parteibasis vor
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21:07 11.05.2019
Grünen-Spitzenkandidatin Ska Keller (l.) und Hannovers Kandidatin Katrin Langensiepen stellen sich der Parteibasis im Kulturzentrum Faust vor. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Der Spruch auf dem Plakat gibt die Richtung vor: „Kommt, wir bauen das neue Europa“, steht an der Wand geschrieben, darunter ein Spieltisch mit bunten Legosteinen. Hannovers Grüne haben ihre Mitglieder am Sonnabend zur Europa-Feier ins Kulturzentrum Faust eingeladen.Vor der Party stellen sich Spitzenkandidatin Ska Keller und die hannoversche Bewerberin Katrin Langensiepen vor. Für Keller geht es um den Wiedereinzug ins EU-Parlament, für Langensiepen ist es ein Sprung vom hannoverschen Rat nach Straßburg.

Mit Eltern durch Europa gereist

Die 39-jährige Langensiepen präsentiert sich als Europäerin. Aufgewachsen in Großburgwedel sei sie mit ihren Eltern quer durch Europa gereist. Sie hat in Groningen gelebt (“die Fahrradstadt schlechthin“), Italien und Israel kennengelernt. „Wenn ich zwischen Israelis und Palästinensern vermitteln wollte, hieß es: Du denkt europäisch“, erzählt Langensiepen. Eine zeitlang habe sie von Hartz IV leben müssen. „Aber ich wäre nie auf jemanden neidisch gewesen, dem man Haus und Hof weggebombt hat“, sagt sie in Anspielung auf manche Flüchtlingsdebatte. Vor allem die soziale Gerechtigkeit wolle sie als EU-Parlamentarierin voranbringen. Langensiepen steht auf Platz 9 der Grünen-Liste und hat gute Chancen, ein Mandat zu erringen.

Ein Nachtzugnetz für Europa

Die 37-jährige Keller ist eine alte Häsin. Die Brandenburgerin wurde 2009 erstmals ins Europarlament gewählt. Jetzt ist sie nicht nur Spitzenkandidatin für die bundesdeutschen Grünen, sondern auch für die Ökopartei auf europäischer Ebene. Sie studierte Islamwissenschaften, Turkulogie und Judaistik unter anderem in Istanbul, ihr Mann stammt aus Finnland. Die europäische Politik habe schon viel erreicht, sagt sie, aber es gebe noch viele Potenziale, etwa im Verkehr. „Wir brauchen ein europäisches Nachtzugnetz“, sagt Keller. Der Zugverkehr dürfe gegenüber dem Flugverkehr keinen Wettbewerbsnachteil haben. Zudem dürfe die Förderung landwirtschaftlicher Betriebe nicht allein nach ihrer Größe beurteilt werden, sondern auch nach ökologischen Kriterien.

Am Ende gibt es viel Applaus für die Grünen Europa-Kandidatinnen, und dann darf gefeiert werden.

Von Andreas Schinkel

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