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Hannover Wegen Flüchtlingshilfe: Evangelische Kirche erhält Drohbrief mit Pulver
Nachrichten Hannover Wegen Flüchtlingshilfe: Evangelische Kirche erhält Drohbrief mit Pulver
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17:01 17.09.2019
Einsatzkräfte der Feuerwehr in Schutzanzügen sicherten den Brief mit dem Pulver. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Im hannoverschen Verwaltungsgebäude der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist am Dienstagmorgen ein Drohbrief eingegangen. Nach Angaben der Polizei enthielt das Schreiben zudem weißes Pulver. Die genaueren Untersuchungen ergaben, dass es sich bei der Substanz um einen harmlosen Stoff handelt. Der Hintergrund des Schreibens ist offenbar das Engagement der Kirche für Flüchtlinge. „Wir sind erschrocken, zu welchen Taten Menschen aus Hass auf Geflüchtete fähig sind. Dass sich herausgestellt hat, dass die Substanz ungefährlich war und niemand im Haus zu Schaden gekommen ist, erfüllt uns mit Dankbarkeit“, sagt EKD-Sprecherin Annika Lukas der HAZ.

LKA analysiert den Stoff

Der Brief war gegen 8.40 Uhr in dem Gebäude an der Herrenhäuser Straße eingegangen und geöffnet worden. Als das Pulver und der Drohbrief entdeckt worden waren, alarmierte die Kirche die Polizei.

Aus Sicherheitsgründen wurde auch ein ABC-Team der Feuerwehr zur EKD-Zentrale geschickt. Die Einsatzkräfte, die mit Schutzanzügen ausgestattet waren, sicherten die Substanz und übergaben sie dem Landeskriminalamt. Inzwischen haben zwei verschiedene Labore das Pulver analysiert und es als ungefährlich eingestuft. Das Gebäude der EKD wurde während des Einsatzes nicht gesperrt. Laut Polizei gab es auch keine Verletzten.

Nach Angabe der Behörde hat die Kripo die Ermittlungen „zu einer Bedrohung im Flüchtlingskontext“ aufgenommen. Zum Inhalt des Drohbriefes und Art der Substanz macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine genaueren Angaben.

Kirche will Schiff für die Rettung von Flüchtlingen kaufen

Vor wenigen Tagen hatte Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche, angekündigt, gemeinsam mit anderen Organisationen ein Schiff für die Seenotrettung von Flüchtlingen erwerben zu wollen.„Wer Menschen vor dem Ertrinken rettet, darf nicht kriminalisiert werden“, hatte Bedford-Strohm gefordert.

Belit Onay, der innen- und migrationspolitische Sprecher der Grünen im Landtag, verurteilte den Vorfall als Angriff auf „unsere Demokratie und die Menschlichkeit“. „Die Rettung von Menschen aus Seenot ist nach internationalem Recht eine Pflicht“, sagte Onay in einer Stellungnahme. Es sei richtig und wichtig, dass sich die EKD mit einem eigenen Schiff an der Seenotrettung beteiligen wolle, nachdem die Europäische Union ihre Seenotrettungsmission leider beendet habe.

Von tm/rah

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